Rote Schuppenmiere - Spergularia rubra

Familie: Caryophyllaceae
Steckbrief | Systematik

<b>Rote Schuppenmiere - <i>Spergularia rubra</i></b>
Rote Schuppenmiere - Spergularia rubra
Bildquelle: Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spergularia_rubra.JPG


Spergularia: Deminutiv zu Spergula; "Spärkling"
rubens: rötlich, rötend


Rote Schuppenmiere - Spergularia rubra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Llez">Wikipedia User Llez</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Rote Schuppenmiere - Spergularia rubra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Erscheinungsbild und Blatt

Die Rote Schuppenmiere ist eine einjährige, zum Teil auch ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 4 bis 15 Zentimetern. Der Stängel ist kurz behaart, im oberen Teil auch drüsig. Die Laubblätter sind linealisch-fadenförmig, stachelspitzig, etwas fleischig und beiderseits flach. Die silberweiß glänzenden Nebenblätter sind verlängert und von eiförmig-lanzettlicher Form.
Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die Kelchblätter sind lanzettlich, nervenlos und meist kürzer als 4 Millimeter. Sie sind am Rande breithäutig. Die Kronblätter sind rosenrot. Es sind zehn Staubblätter vorhanden.

Die dreieckig-eiförmige Kapselfrucht ist etwa so lang wie der Kelch. Die Samen sind graubraun, fast dreieckig, feinrunzelig, ungeflügelt und besitzen einen wulstigen Rand.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Ökologie

Die Rote Schuppenmiere ist einhäusig mit weiblichen Blüten und Zwitterblüten oder zweihäusig mit weiblichen Blüten und anderen Pflanzen mit Zwitterblüten, sie ist also gynomonodiözisch und gynodiözisch. Die Blüten sind homogam bis schwach vormännlich. Bestäuber sind Fliegen; vor dem Abblühen erfolgt aber oft nur Selbstbestäubung. Blütezeit ist von Mai bis September. Die Blüten sind jedoch nicht immer geöffnet; nach den Beobachtungen von Oskar von Kirchner sind sie nur bei hellem Wetter und in der Zeit von 9-15 Uhr geöffnet.

Die Früchte sind sich dreiklappig öffnende Streukapseln, die als Windstreuer für die zuweilen geflügelten, nur bis 0,6 mm langen, langlebigen Samen fungieren. Daneben findet auch Klebausbreitung und Menschenausbreitung (durch mit Fahrzeugen verschleppter Erde) statt. Fruchtreife ist von Juli bis Oktober.


Standort

Die Rote Schuppenmiere wächst an Wegen, in Äckern, auf Schlägen und auch an Ufern. Sie gedeiht am besten auf mehr oder weniger frischen, nährstoffreichen, basen- und kalkarmen, sandigen Lehm- und Tonböden. Sie ist ein Flachwurzler sowie ein Bodenverdichtungs- und Versauerungsanzeiger.

Verbreitung/Vorkommen

Spergularia rubra kommt im gesamten gemäßigten und subtropischen Gebiet der Nordhalbkugel vor. Sie ist ein eurasisch-subozeanisches Florenelement. In Österreich kommt sie zerstreut bis selten vor, in der Schweiz ist sie allgemein zerstreut aufzufinden. Die Rote Schuppenmiere ist in Deutschland allgemein verbreitet, ist aber im Süden - wie in der Schweiz und in Österreich - seltener, kommt aber vom Flachland bis in die Mittelgebirgslagen vor.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum LantanaDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgareDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - SilberbirkeDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. Koll

Rote Schuppenmiere - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenarm; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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