Knollen-Ziest - Stachys affinis

Familie: Lamiaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gemüsepflanze Salzpflanze

<b>Knollen-Ziest - <i>Stachys affinis</i></b>
Knollen-Ziest - Stachys affinis
Bildquelle: Wikipedia User RobertLechner; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Stachys: gr. stachys = Ähre (Blütenstandsform); "Ziest"

andere Namen: Syn.: Stachys sieboldii, Chinesische Artischocke, Japanische Kartoffel, Knollenkartoffel, Stachy


Der Knollen-Ziest wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 45 (bis 120) Zentimeter. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet, die weißlich bleiben. Die Rhizome verdicken sich hauptsächlich an den Internodien (es ist ein sogenanntes medulläres primäres Dickenwachstum) und viel weniger an den Knoten (Nodien), dadurch kommt ein darmartiges oder perlschnurartiges Aussehen zustande. Die Speicherwurzeln, die als Gemüse verwendet werden, sind etwa 8 cm lang und 2 cm dick. Sie entstehen durch Verdickung der Rhizome an Wurzelenden. Sie haben eine perlmuttfarbene, dünne Haut. Die Haut wird jedoch beim Dickenwachstum nicht wie beim Sumpfziest aufgerissen, bei dem dann durch Vernarbung Verkorkungen entstehen. Die Knollen sind in unregelmäßigen Abständen eingeschnürt und meist zu beiden Seiten kegelig dünner werdend, was an das Aussehen einer Perlenschnur erinnert. Der Austrieb des Knollen-Ziest beginnt im März.

Die typischen nesselartige, rauen Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet. Der Blattstiel ist 1 bis 3 cm und die Blattspreite ist 3 bis 12 cm lang und 1,5 bis 6 cm breit.

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die grünen Blütenkelche sind fast glockenförmig und etwa 9 mm lang. Die roten bis violetten Kronblätter sind zu einer etwa 9 mm langen Kronröhre verwachsen.


Heimat

Nordchina

Verwendung in der Küche

Knollen-Ziest muss wegen seiner sehr dünnen, unverkorkten Haut nicht geschält werden. Allenfalls kann die vorhandene Haut mit einem Küchentuch leicht abgerieben werden. Er ist zum Schälen auch zu klein und unhandlich. Sie werden gekocht, in Fett/Öl gebraten oder roh in Salaten gegessen. Die Rhizom-Knollen schmecken wie eine Mischung aus Artischocke, Blumenkohl und Haferwurzel. In China und Japan, wo sie schon seit Jahrhunderten angebaut wird und auf den Wochenmärkten zu finden ist, werden die Knollen roh gegessen, im Wok gedünstet, in Essig eingelegt oder man isst sie gezuckert mit einer Spezialsoße. Man kann die Wurzel aber auch in Butter oder wie in Italien in Öl braten.

Inhaltsstoffe

Die Knollen enthalten Stachyose, eine Zuckerart (Tetrasaccharid), die sich aus zwei Molekülen Galaktose und je einem Molekül Fruktose und Glukose zusammensetzt. Stachyose stellt 63,5 % der Trockenmasse der Knolle dar. Außerdem enthält die Knolle 79,2 % Wasser, 2,86 % Eiweiß, 0,11 % Fett und 0,71 % Fasern (luftgetrocknet) nach König.
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Literatur

Bildquellenverzeichnis



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