Rundblättriges Hellerkraut - Thlaspi cepaeifolium

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Rundblättriges Hellerkraut - <i>Thlaspi cepaeifolium</i></b>
Rundblättriges Hellerkraut - Thlaspi cepaeifolium
Bildquelle: Thommybe; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Thlaspi: gr. Pflanzenname, gr. thla-ein = zerquetschen (Frucht­form); "Tä­schelkraut", "Hellerkraut"

andere Namen: Rundblättriges Täschelkraut, Noccaea rotundifolia, Syn. Thlaspi rotundifolium (L.) Gaudin oder Thlaspi cepaeifolium subsp. rotundifolium (L.) Greuter & Burdet )


Die Pflanze wird 3 - 15 cm hoch und weist zahlreiche kriechende Stängel auf. Meist hat sie sterile Rosetten und aufrechte Blühtriebe. Die Blätter sind dunkel- bis bläulich-grün, etwas fleischig, ganzrandig oder schwach gezähnt und kahl. Die Blüten sind lila und wohlriechend, der Blütenstand ist doldig. Blütenanlagen werden schon im Herbst vorgebildet, deshalb blüht die Pflanze schon gleich nach dem Ausapern. Besonders bei Sonnenschein verströmt sie einen süßen, schweren, an Levkojen erinnernden Duft. Die rundlichen Blätter haben einen aromatischen, kresseartigen Geschmack und werden von den Gämsen gerne gefressen, daher auch der Name Gämskress.

Die Früchte sind längliche, scharf gekielte und ungeflügelte Schötchen.

Blütezeit ist von Juni bis September.


Standort

Als Standort werden Kalkschutthalden bevorzugt, namensgebende Charakterart der Steinschuttgesellschaften. Schuttwanderer mit bis 40 cm tiefer Pfahlwurzel und durch den Schutt kriechenden, unbewurzelten Trieben, die bei Abriss von der Hauptwurzel zugrunde gehen. In sehr beweglichem Schutt oft nur noch diese Art.

Verbreitung/Vorkommen

Das Rundblättrige Hellerkraut gedeiht zwischen einer Höhe von 1500 und 3400 Meter und kommt in der ganzen Alpenregion vor.
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Literatur

Bildquellenverzeichnis



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