Die Pflanze wird 3 - 15 cm hoch und weist zahlreiche kriechende Stängel auf. Meist hat sie sterile Rosetten und aufrechte Blühtriebe. Die Blätter sind dunkel- bis bläulich-grün, etwas fleischig, ganzrandig oder schwach gezähnt und kahl. Die Blüten sind lila und wohlriechend, der Blütenstand ist doldig. Blütenanlagen werden schon im Herbst vorgebildet, deshalb blüht die Pflanze schon gleich nach dem Ausapern. Besonders bei Sonnenschein verströmt sie einen süßen, schweren, an Levkojen erinnernden Duft. Die rundlichen Blätter haben einen aromatischen, kresseartigen Geschmack und werden von den Gämsen gerne gefressen, daher auch der Name Gämskress.
Die Früchte sind längliche, scharf gekielte und ungeflügelte Schötchen.
Blütezeit ist von Juni bis September.
Standort
Als Standort werden Kalkschutthalden bevorzugt, namensgebende Charakterart der Steinschuttgesellschaften. Schuttwanderer mit bis 40 cm tiefer Pfahlwurzel und durch den Schutt kriechenden, unbewurzelten Trieben, die bei Abriss von der Hauptwurzel zugrunde gehen. In sehr beweglichem Schutt oft nur noch diese Art.
Verbreitung & Vorkommen
Das Rundblättrige Hellerkraut gedeiht zwischen einer Höhe von 1500 und 3400 Meter und kommt in der ganzen Alpenregion vor.
Aus derselben Gattung (Thlaspi)
Alle Pflanzen der Gattung Thlaspi →
Krautfinder — Pflanzen bestimmen