Großer Bocksbart - Tragopogon dubius

Familie: Korbblütler


Großer Bocksbart Info

Tragopogon: gr. tragos = Bock, pogon = Bart (Pappus); "Bocks­bart"
dubius: zweifelhaft, unsicher

Der Große Bocksbart (Tragopogon dubius), auch Groß-Bocksbart genannt, ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Cichorioideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Die ausdauernde Pflanze wird 20 bis 60 Zentimeter hoch. Am Grunde des Stängels finden sich häufig Reste vorjähriger Blätter. Die Blätter sind schmal lanzettlich, lang zugespitzt und ganzrandig. Die Stiele der Blütenkörbchen sind hohl und oberwärts keulig verdickt. Der Große Bocksbart blüht von Mai bis Juli. Die hellgelben Blütenstände (Korb) haben einen Durchmesser von 4 bis 6 Zentimeter. Sie öffnen sich morgens um acht Uhr und schließen sich bereits mittags wieder. Die acht bis zwölf Hüllblätter sind über dem Grund nicht eingeschnürt und deutlich länger als die Zungenblüten. Die Körbchenstiele sind zur Fruchtzeit stark vergrößert. Die lang geschnäbelten Früchte sind 20 bis 40 Millimeter lang; der Pappus ist fedrig.


Standort

Die kalk- und wärmeliebende Art wächst auf Ruderalstellen, Wegen, Dämmen, in sonnigen Staudenfluren, auf Trockenrasen, beispielsweise in gestörten Trespen-Halbtrockenrasen, in mesophilen, halbruderalen Quecken-Trockenfluren, in Honigklee- und Natternkopf-Fluren und auf Eisenbahngelände.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsareal liegt in Mittel- und Südeuropa.

In Deutschland ist die Art recht selten und es werden vor allem wärmebegünstigte Regionen im mittleren Teil besiedelt, beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet. Im norddeutschen Tiefland fehlt der Große Bocksbart über weite Strecken.

In Österreich tritt der Groß-Bocksbart in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, Oberösterreich sowie unbeständig in der Steiermark, Kärnten, Salzburg und Tirol in der kollinen bis untermontanen Höhenstufe auf. Im pannonischen Gebiet Österreichs ist die Art häufig anzutreffen, sonst selten und nur unbeständig (z.%nbsp;B. neben Bahnstrecken) oder lokal eingebürgert.

Sonstiges

Der in Mitteleuropa häufig anzutreffende Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis) hat ebenfalls gelbe Blüten, jedoch keine keulig verdickten Korbstiele.

Dagegen hat die ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammende Haferwurz (Tragopogon porrifolius), ähnlich wie der Große Bocksbart einen keulig verdickten Korbstiel, blüht jedoch weinrot und weist mehr blaugrüne Blätter auf.

Großer Bocksbart Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 30cm bis 60cm
Blütezeit von Mai bis Juli
Lebensraum: gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; Halbmagerrasen; Halbtrockenrasen; Ufer, Dämme; wärmeliebend;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Pflanze mit Milchsaft;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: zweijährig;
Bestäubungsart: Insektenbestäubung;
Wasserbedarf: gering
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden;
Bodenfeuchte: mäßig trocken; trocken;

Großer Bocksbart Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Asterales - Asternartige
Familie:
Asteraceae
Gattung:
Tragopogon
Art:
dubius

Großer Bocksbart Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden;
Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie V (Arten der Vorwarnliste)





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