Westalpen-Klee - Trifolium alpinum

Familie: Schmetterlingsblütler

Kategorie: Heilpflanze  Futterpflanze  Alpenpflanze  

Westalpen-Klee Info

Trifolium: lat. tri = drei, folium = Blatt (Blattform); "Klee"
alpinus: alpin

Der Westalpen-Klee ist eine kahle, überwinternd grüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern erreicht. Die zähe Pfahlwurzel schmeckt süßlich. Alle Laubblätter sind grundständig und in Blattstiel sowie Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel weist eine Länge von etwa 5 Zentimeter auf. Die Blattspreite ist dreiteilig gefiedert. Die drei Teilblättchen sind bei einer Länge von ungefähr 10 Zentimetern linealisch-lanzettlich und können als ganzrandig bezeichnet werden.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der kopfige Blütenstand hat einen Durchmesser von etwa 3 bis 5 Zentimetern und enthält drei bis zwölf gestielte, relativ große Blüten. Die bei Sonnenschein balsamisch duftenden, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die kahle und zehnnervige Kelchröhre ist länger als die Blütenstiele. Die fleischrosafarbene bis purpurroten Blütenkronblätter sind zwischen 18 und 25 Millimeter lang und überragen die Kelchröhre um das Achtfache.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.


Standort

Der Westalpen-Klee gedeiht am besten auf kalkfreien, sauren, mäßig stickstoffhaltigen, nicht allzu flachgründigen Böden. Sie kommt in Mitteleuropa in alpiner Klimalage vor. Der Westalpen-Klee besiedelt Borstgrasreiche Matten und lockere Zwergstrauch-Bestände. Zu seinen natürlichen Standorten zählen Borstgras- und Krummseggenrasen.

Verbreitung/Vorkommen

Der Westalpen-Klee kommt besonders in den Silikatketten der zentralen und der südlichen Alpen. Er kommt auch in den Pyrenäen bis Apennin in Höhenlagen zwischen 1400 und 3100 Metern vor. Er bevorzugt Höhenlagen von über 1700 Metern, er geht aber örtlich auch etwas tiefer. Die Ostgrenze seiner Verbreitung entspricht etwa einer gedachten Linie von Arlberg zum Gardasee. Westlich dieser Linie fehlt er in den Nördlichen Kalkalpen fast überall, in den Südlichen Kalkalpen in größeren Gebieten; insgesamt kommt er in Mitteleuropa zerstreut vor.Von Nordspanien bis Siebenbürgen.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Der Absud der Pfahlwurzel wird in der Volksmedizin gegen Brustbeschwerden verwendet.

Sonstige Verwendung

Der Alpenklee ist als Futter beliebt bei Kühen, Schafen, Gämsen und Murmeltieren.

Westalpen-Klee Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;
Höhe/Länge von 5cm bis 20cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: Gebirge; Magerrasen;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gezähnt;
Häufigkeit: häufig
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Zeigerpflanze: kalkarmer Boden;
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 1400m
Höhenstufe max. in den Alpen: 3100m
Lichtbedarf: Licht;
Nährstoffbedarf: nährstoffarm;
Bodenart: Silikatboden;
PH-Wert Boden: sauer;
Bodenfeuchte: frisch;

Westalpen-Klee Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflorae - Rosenblütige
Ordnung:
Fabales - Hülsenfrüchtler (Leguminosae)
Familie:
Fabaceae
Gattung:
Trifolium
Art:
alpinum

Westalpen-Klee Garten / Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: Silikatboden;
Boden PH-Wert: sauer;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;
Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosa

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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