Gold-Klee - Trifolium aureum

Familie: Fabaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gründüngung-Bodenverbesserer Pionierpflanze Alpenpflanze

<b>Gold-Klee - <i>Trifolium aureum</i></b>
Gold-Klee - Trifolium aureum
Bildquelle: Wikipedia User Fornax; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Trifolium: lat. tri = drei, folium = Blatt (Blattform); "Klee"
aureus: goldgelb

Alle Kleearten ziehen Wurzelknöllchen bildende, Stickstoff bindende Knöllchenbakterien (Rhizobium) an, die mit dem Klee eine Symbiose eingehen.

Gold-Klee - Trifolium aureum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Gold-Klee - Trifolium aureum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fornax">Wikipedia User Fornax</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Gold-Klee ist eine ein- oder zweijährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 20 und 60 Zentimetern erreicht. Die anliegend behaarten Stängel sind aufrecht oder aufsteigend und reichlich verzweigt.

Die dreiteiligen Laubblätter sind für eine Klee-Art recht groß und kurz gestielt. Die Blattstiele sind in der Regel länger oder eben so lang wie die Nebenblätter. Die häutchenartigen Nebenblätter sind länglich lanzettlich, am Grunde nicht verbreitert, deutlich gerippt, länglich lanzettlich und zugespitzt. Sie mindestens so lang wie der Blattstiel und auf mindestens der Hälfte ihrer Länge verwachsen. Die Fiederblättchen sind zwischen 1,5 und 2,5 Zentimeter lang und 0,6 bis 0,8 Zentimeter breit. Sie sind fast sitzend und länglich lanzettlich, eiförmig, elliptisch bis rhombisch. Die Basis ist keilförmig, die Spitze scharf oder länglich, häufig gestutzt bis ausgerandet. Der Rand der oberen Hälfte der Fiederblättchen ist gesägt.

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die endständigen ährigen Blütenstände sind bei einer Länge von 1,2 bis 2 Zentimetern sowie einer Breite von etwa 1,3 Zentimeter kugelig und enthalten 20 bis 40 (oder mehr) Blüten. Die Blütenstandsachsen sind 2 bis 5 Zentimeter lang. Der Blütenstiel weist eine Länge von ungefähr 1 Millimeter auf.

Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einer etwa 2 Millimeter hohen, verkehrt kegelförmigen Röhre verwachsen. Die unteren Kelchzähne sind doppelt bis 2,5-mal länger als die oberen. Von den fünf genagelten Kronblätter sind einige verwachsen. Die Kronblätter sind erst leuchtend gelbgold, nach der Anthese verfärben sie sich nach braun. Die Blütenkrone ist 7 bis 8 Millimeter hoch und besitzt die typische Form der Schmetterlingsblüte. Der Limbus der Fahne ist flach oder tief löffelförmig mit einem hohlen zugespitzten basalen Ende (genagelt), nicht gefaltet und deutlich längsgefurcht. Die untere Hälfte ist gezähnelt die Spitze tief ausgerandet und längs furchig geknittert. Die Flügel sind für eine Klee-Art ungewöhnlich kurz und ragen auseinander. Das Schiffchen ist ebenso lang wie die Flügel. Das einzige oberständige Fruchtblatt ist länglich und lang gestielt. Derterminal oder lateral stehende Griffel ist länger als der Fruchtknoten.

Es wird eine sich einsamige Hülsenfrucht gebildet, die länger als der Griffel ist. Der verkehrt-eiförmige bis ellipsoide, gelblich braune Same weist einen Durchmesser von etwa 1,2 Millimeter auf.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.


Standort

Der Gold-Klee ist gegen Stickstoffdüngung empfindlich, daher verschwindet er aus kultivierten Rasen meist rasch. In Waldsäumen meidet er Stellen mit hoch wachsenden Gräsern. Der Gold-Klee gedeiht am besten auf kalkarmen, meist kalkfreien, sauren, nährstoffärmeren, oft etwas rohen lehmigen oder sandigen Böden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Gold-Klee ist ein zentraleuropäisches Florenelement. Das Areal des Gold-Klee reicht von den Pyrenäen über das östliche Frankreich nordwärts bis Mittelschweden und südliche Finnland; ostwärts bis Westsibirien, die Ukraine, bis zum Kaukasus und Makedonien; im Süden ist sie nur in den Gebirgen vertreten. Das natürliche Verbreitungsgebiet schließt Europa komplett mit Ausnahme der Britischen Inseln ein. Die Nordgrenze verläuft durch Südskandinavien. Nach Osten hin ist der Gold-Klee im Nahen Osten bis in den Libanon und nördlichen Iran sowie bis Transkaukasien verbreitet.

Im mitteleuropäischen Tiefland kommt er nur vereinzelt vor; in den höheren Mittelgebirgen und im Alpenvorland ist er selten, und er fehlt dort gebietsweise; sonst kommt er in Mitteleuropa zerstreut vor. In Deutschland kommt der Gold-Klee allgemein zerstreut vor, in Nordwestdeutschland fehlt sie streckenweise auch ganz. In Österreich und der Schweiz findet man den Gold-Klee zerstreut bis ziemlich häufig in den collinen bis subalpinen Höhenstufen.

In fast ganz Nordamerika ist Trifolium aureum als Neophyt weit verbreitet. Erstmals wurde sie um 1800 nach Pennsylvania eingeführt. Auch in Australien und Neuseeland existieren neophytische Vorkommen.

Der Gold-Klee besiedelt in Mitteleuropa lückige, magere Rasen und Weg- sowie Waldränder und findet sich häufig nach Kahlschlägen. Er steigt in den Alpen gelegentlich bis über 1200 Meter auf. So kommt er in den Allgäuer Alpen bei der Höflealpe in Bayern bei 1210 m Meereshöhe vor.
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Gold-Klee - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Sonstiges

Der Gold-Klee kann leicht mit dem ähnlichen Feld-Klee (Trifolium campestre) verwechselt werden. Ein gutes Kennzeichen für den Gold-Klee ist aber, dass das Endblättchen genauso kurz gestielt ist wie die Seitenblättchen. Beim Feld-Klee ist das Endblättchen deutlich länger gestielt als die Seitenblättchen.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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