Alpen-Braun-Klee - Trifolium badium

Familie: Schmetterlingsblütler - Fabaceae

Kategorie: Futterpflanze  Gründüngung-Bodenverbesserer  Alpenpflanze  

Alpen-Braun-Klee Info

Trifolium: lat. tri = drei, folium = Blatt (Blattform); "Klee"

andere Namen: Braun-Klee

Alle Kleearten ziehen Wurzelknöllchen bildende, Stickstoff bindende Knöllchenbakterien (Rhizobium) an, die mit dem Klee eine Symbiose eingehen.

Der Braun-Klee ist eine kahle, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Er besitzt niederliegende bis aufrechte Stängel. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist dreizählig gefiedert und die Teilblätter sind bis zu 2 cm lang.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. In köpfchenförmigen Blütenständen sind etwa 60 winzige Blüten vereinigt, um die Schauwirkung zu steigern. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkronen besitzen die typische Form der Schmetterlingsblüte und sind zuerst goldgelb. Die gelben Fahnen werden nach dem Verblühen zuerst unten braun und vergrößert. Die trockenhäutigen Blütenhüllblätter bleiben erhalten und dienen den Samen als Ausbreitungshilfe.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 14.

Der Braun-Klee gedeiht am besten auf feuchten, nährstoffreichen, humushaltigen, lehmigen oder tonigen Böden. Er besiedelt in Mitteleuropa vor allem lückige Standorte in Kalkböden, alpinen Weiden und Wiesen, er geht auch auf Viehläger und in Schneetälchen.

Der Braun-Klee gehört als düngerliebende Art zu den wenigen Alpenpflanzen, die von der Intensivierung der Landwirtschaft im Gebirge profitieren. Auf sehr hoch gelegenen Weiden, auf denen intensive Bewirtschaftung nicht mehr lohnt, zählt der Braun-Klee zu den geschätzten Futterpflanzen. An solchen Standorten sind hochwüchsige Pflanzen selten, offene Stellen häufig, so dass der Braun-Klee dort gute Bedingungen für sein Wachstum vorfindet.


Standort

Der Braun-Klee gedeiht am besten auf feuchten, nährstoffreichen, humushaltigen, lehmigen oder tonigen Böden. Er besiedelt in Mitteleuropa vor allem lückige Standorte in Kalkböden, alpinen Weiden und Wiesen, er geht auch auf Viehläger und in Schneetälchen. Er ist eine Charakterart des Verbands Poion alpinae, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Verbände Caricion ferrugineae oder Arabidion caeruleae vor.

Verbreitung/Vorkommen

Der Braun-Klee ist in den Alpen, sowie vom nördlichen Spanien bis zur Balkanhalbinsel verbreitet. Er in Höhenlagen von 600 bis 3000 Metern und bevorzugt in Mitteleuropa Höhenlagen von 1200 bis 2200 Metern. Er kommt in Mitteleuropa in den Alpen und im südlichen Schweizer Jura zerstreut vor.

Alpen-Braun-Klee Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 10cm bis 20cm
Blütezeit von Juli bis August
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Gebirge; Mittelgebirge;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gezähnt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Nebenblätter (kleine Seitenblätter am Blattgrund);
Häufigkeit: sehr häufig
Lebensdauer: zweijährig;
Zeigerpflanze: Feuchtezeiger; Nährstoff / Stickstoffzeiger;
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 1000m
Höhenstufe max. in den Alpen: 3000m
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: mild;
Bodenfeuchte: frisch;

Alpen-Braun-Klee Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum LantanaDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll GemmoKomplex Nr. 2Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze Johannisbeere

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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