Bleicher Klee - Trifolium pallescens

Familie: Fabaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Bleicher Klee - <i>Trifolium pallescens</i></b>
Bleicher Klee - Trifolium pallescens
Bildquelle: Wikipedia User HermannSchachner; Bildlizenz: Public Domain;

Trifolium: lat. tri = drei, folium = Blatt (Blattform); "Klee"
pallescens: bleichend, erblassend

andere Namen: Moränen-Klee, Geröll-Klee

Moränen werden bereits kurz nach dem Eisrückzug besiedelt. Auf diesen Flächen erreichen die Pflanzen ein Alter von bis zu 10 Jahren.

Bleicher Klee - Trifolium pallescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Thommybe">Wikipedia User Thommybe</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trifolium_pallescens3.JPG" target=_blank title="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trifolium_pallescens3.JPG">http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trifolium_pallescens3.JPG</a>Bleicher Klee - Trifolium pallescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trifolium_pallescens_001.JPG" target=_blank title="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trifolium_pallescens_001.JPG">http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Trifolium_pallescens_001.JPG</a>

Der Bleiche Klee ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze mit kräftiger Pfahlwurzel und ohne Ausläufer. Er wächst lockerrasig. Die Pflanze ist meist kahl. Der niederliegende bis aufsteigende und nicht bewurzelnde Stängel ist 5 bis 10, selten bis 20 cm lang, zahlreich, meist ohne Verzweigungen und kahl, oder lediglich an der Oberseite schwach behaart.

Die Laubblätter sind dreizählig gefingert, die unteren sind 4 bis 8 cm lang gestielt, die stängelständigen Blätter kürzer. Die Blattfiedern sind 6 bis 20 mm lang und etwa halb so breit, ihre Form ist elliptisch bis verkehrt-eiförmig, stumpf oder spitz. Sie haben 10 bis 20 Paare schwach vortretende Seitennerven, der Blattrand ist fein gezähnelt, die Spreiten kahl oder an den Nerven der Unterseite schwach behaart. Die Nebenblätter sind klein. Bei den unteren Stängelblättern sind sie deutlich weniger als halb so lang wie der Blattstiel. Sie sind weißhäutig, eiförmig-lanzettlich, kahl und nur kurz mit dem Blattstiel verwachsen. Der freie Teil ist lang zugespitzt.

Die Blütezeit reicht von Juli und August. Der stängelständige oder scheinbar grundständige und aufrechte bis aufsteigende Blütenstandsschaft ist kräftig sowie 2 bis 9 cm lang. Der köpfchenförmige Blütenstand ist bei einem Durchmesser von 15 bis 25 mm breit und zunächst kugelig und enthält viele Blüten. Die zerstreut behaarten und nach der Anthese zurückgekrümmten Blütenstiele sind bei einer Länge von 1,5 bis 4 mm zumindest länger als die Tragblätter und die Kelchröhre. Der fast kahle Kelch ist zehnnervig, häutig und hat einen offenen, kahlen Schlund. Die Kelchzähne sind schmal dreieckig und zugespitzt. Die oberen Kelchzähne sind wesentlich länger als die unteren und auch länger als die Kelchröhre. Die Krone ist 6 bis 10 mm lang, damit dreimal so lang wie der Kelch. Die Kronblätter ist schmutzig-weiß bis rosafarben, nach der Anthese dunkelbraun werdend. Die Fahne ist breit elliptisch bis verkehrt eiförmig, in einem Bogen nach aufwärts gekrümmt. Ein Kiel fehlt. Die Flügel sind spreizend und stumpf.

Die kurz gestielte bis fast sitzende Hülsenfrucht ist nicht eingeschnürt und enthält meist zwei Samen. Die Samen sind linsen- bis nierenförmig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.


Standort

Er wächst auf feuchtem Geröll, auf Moränen und Rasen. In den Ostalpen ist er auf die Silikat-Alpen beschränkt, gilt aber als pH-indifferent, da er auch auf kalkreicheren Böden vorkommt. Schmeil-Fitschen nennt diese Art kalkmeidend. Er kommt von der alpinen und der subnivalen Höhenstufe vor, in den Alpen in Höhenlagen von 1800 bis 3020 Meter. Er ist eine Verbandscharakterart des Epilobion fleischeri.

Verbreitung/Vorkommen

Der Bleiche Klee kommt von Spanien über Frankreich, Italien, Schweiz und Österreich über den Balkan (Albanien bis Bulgarien) bis Griechenland sowie in die Ukraine vor.
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 2Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll Gemmoextrakt: Rosa canina - Heckenrose

Bleicher Klee - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; Silikatboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Sonstiges

Beim Bleichen Klee handelt es sich um Hemikryptophyten.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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