Der Schmalblättrige Rohrkolben ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern erreicht. Die unterirdischen Ausläufer der Pflanze sind etwa 1 cm dick, meist nur kurz horizontal kriechend und dann aufgerichtet. Die Stängel sind beblättert. Die Laubblätter sind (3 bis) 5 bis 8 (bis 10) mm breit. Die Blattabschnitte haben neun deutliche und zwei bis vier kleinere randliche Luftkammern.
Die männlichen Blüten sind mit Perigonhaaren ausgestattet. Männliche und weibliche Blütenkolben sind durch einen (1,5 bis) 2,5 bis 3,5 cm langen blütenlosen Abschnitt getrennt. Die weiblichen Kolben sind 2,5 bis 4 cm lang und dunkelbraun. Die männlichen Kolben an der Spitze der Pflanze sind zwei- bis dreimal so lang.
Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 30.
Der Verlandungspionier hat meist kurze unterirdische Ausläufer, die der vegetativen Vermehrung dienen. Seine Blüten sind proterogyn, anemogam und selbstfertil. Die männlichen Blüten sollen sich erst drei Tage nach den weiblichen Blüten öffnen; ist bis dahin keine Fremdbestäubung erfolgt, kann es zur Selbstbestäubung kommen. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August.
Ökologie
Der Verlandungspionier hat meist kurze unterirdische Ausläufer, die der vegetativen Vermehrung dienen. Seine Blüten sind proterogyn, anemogam und selbstfertil. Die männlichen Blüten sollen sich erst drei Tage nach den weiblichen Blüten öffnen; ist bis dahin keine Fremdbestäubung erfolgt, kann es zur Selbstbestäubung kommen. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August.
Verwendung in der Küche
Die Rhizome können ähnlich wie die Kartoffel gekocht und gegessen werden. Dabei kann auf einem Hektar die zehnfache Menge an Rhizomen geerntet werden, als würden dort Kartoffeln wachsen (ca. 350 Tonnen frische Rhizome). Die Wurzelstöcke ergeben ein Mehl, welches sich für Gebäcke gut eignet. Getrocknete Wurzelstöcke bestehen aus 46 % Stärke und Zucker und aus mindestens 20 % Fasern. Rohrkolbenmehl enthält mehr Fett als Mais-, Reis-, Weizen- und Kartoffelmehl. Es enthält mehr Minerale und Kohlenhydrate als Kartoffelmehl und mehr Protein als Mais und Reis. Ferner sind Jungtriebe, Mark, Blüten und Pollen essbar.
Das Öl aus den Samen eignet sich sowohl als Speiseöl und als Rohstoff für industrielle Verwendungen. [2]
Standort
Man trifft diese Pflanzenart ziemlich selten an Ufern oder in Gräben, im Röhricht vorwiegend stehender oder langsam fließender, warmer, oft kalkarmer Gewässer über humosem Schlammboden. Nach Ellenberg ist sie eine Lichtpflanze, ein Wechselwasserzeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger, stickstoffreiche Standorte bevorzugend, salzertragend und eine Charakterart der Assoziation Typhetum angustifolii aus dem Verband der Stillwasser-Röhrichte im Süßwasser (Phragmition australis). Als Verlandungspionier bildet sie häufig reine Bestände, wird aber trotzdem gelegentlich übersehen, weil oft die nichtblühenden Exemplare überwiegen.
Aus derselben Gattung (Typha)
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