Berg-Ulme - Ulmus glabra

Familie: Ulmaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Laubbaum Allergiepflanze Alpenpflanze

<b>Berg-Ulme - <i>Ulmus glabra</i></b>
Berg-Ulme - Ulmus glabra
Bildquelle: Wikipedia User Banana patrol; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Ulmus: lat. Pflanzenname, Abl. schwierig; "Ulme"
glaber: glatt, kahl, unbehaart

andere Namen: Syn. : Ulmus montana, Weißrüster

In weiten Teilen von Europa ist der Baum durch das Ulmensterben verursacht durch den Pilz Ophistoma (novo-) ulmi stark gefährdet. So findet man fast ausschließlich nur noch jüngere Pflanzen. Ältere Bäume ab einem Stammdurchmesser von ca. 15 cm werden bevorzugt befallen.

Die Bergulme wurde 1992 zum Baum des Jahres gewählt.


Berg-Ulme - Ulmus glabra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Gmihail">Wikipedia User Gmihail</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_inflorescence.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_inflorescence.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_inflorescence.jpg</a>Berg-Ulme - Ulmus glabra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Tm">Wikipedia User Tm</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_(14025248403).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_(14025248403).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_(14025248403).jpg</a>Berg-Ulme - Ulmus glabra; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Slick-o-bot">Wikipedia User Slick-o-bot</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_Wych_Elm_bark.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_Wych_Elm_bark.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulmus_glabra_Wych_Elm_bark.jpg</a>

Dieser Laubbaum wird bis 40 Meter hoch und ist sommergrün. Seine Knospen sind groß und behaart, ebenso die jüngeren Zweige. Die Blätter der Bergulme sind, wie bei allen heimischen Ulmenarten, asymmetrisch, veränderlich, 8-20 cm lang, größere Blätter sind oft dreispitzig, sie sind in der Mitte am breitesten, häufig mit 13 bis 20 Nervenpaaren, oberseits eher rau, unterseits kurzhaarig. Bei der Frucht liegt das oft länger grün bleibende Nüßchen in der Mitte des Flügels. Das Kernholz der Bergulme ist blaßbraun, das schöngezeichnete Holz wird oft auch als Rüster bezeichnet.

Die Berg-Ulme ist ein winterkahler Baum, der eine Höhe von bis zu 30 m, und einen Stammdurchmesser von 3 m erreicht. Er kann bis 400 Jahre alt werden. Die Umtriebszeit in der Forstwirtschaft beträgt 120-140 Jahre. Stamm und Äste werden mehrfach übergipfelt durch Seitensprosse (Verzweigung sympodial monochasial). Die Blätter ebenso wie die Seitenzweige sind zweizeilig angeordnet (Lichtschutz). Bei den Ulmen wird die Photosynthese im Frühjahr, bevor die Laubblätter erscheinen, schon von den blattartigen Flügeln der heranreifenden grünen Früchte übernommen. Die Herzwurzel lebt mit einem Wurzelpilz zusammen( vorwiegend ektotrophe Mykorrhiza). Die Blütenknospen überwintern. Die Blüten stehen ungestielt an blattlosen Kurztreiben. Sie sind „vorlaufend“ d.h. vor dem Laubaustrieb erscheinend und windblütig (Hängeblütiger Typ). Die streng vormännlichen Zwitterblüten mit einem fünfspaltigen, meist roten Perigon stehen in kleinen knäueligen Trugdolden. Reste von Pollenkitt, wie er für die Insektenbestäubung üblich ist, sind vorhanden. Die Früchte sind Flügelnüsse und Segelflieger mit einer Sinkgeschwindigkeit von 0,67 m/s. Sie werden nur bei starkem Wind weit forttransportiert. Auch Wasserhaftung und Ausbreitung durch Tiere ist möglich. Fruchtreife: IV-V.


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Verbreitung/Vorkommen

Die Bergulme ist fast über ganz Europa verbreitet, von Mittelspanien, Italien und Südosteuropa, bis Südskandinavien, von den Britischen Inseln bis zum Ural. Sie ist vom Tiefland bis in eine Höhe von 1300 m NN anzutreffen. Man findet die Berg-Ulme zerstreut in Schluchtwäldern und schattigen Hangwäldern. Sie bevorzugt sickerfeuchte, nährstoff- und basenreiche, auch bewegte Lehm- und Tonböden. Auch als Alleebaum wird sie gepflanzt. Nach Ellenberg ist sie ein Mäßigwärmezeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger, an stickstoffreiche Standorten wachsend und eine Verbandscharakterart der Linden-Ahorn und Ahorn-Buchen-Mischwälder (Tilio platyphylli- Acerion pseudoplatani).
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Berg-Ulme - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: feucht; mäßig feucht; sickerfrisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Verwendung als Baustoff

Das elastische und zähe Holz der Berg-Ulme zeigt eine schöne Maserung. Es ist unter der Bezeichnung „Rüster“ im Handel und liefert vor allem Furnier für Möbel und den Innenausbau. Auch zum Drechseln wird es verwendet.

Sonstiges

Das bekannte Ulmensterben wird durch den Schlauchpilz Ophiostoma ulmi verursacht. Er lebt in den Tracheen der jüngsten Jahresringe und regt zur Verthyllung an, die zur Verstopfung der Tracheen und damit zum Absterben des Baumes führt. Der Pilz wird durch einen Borkenkäfer, den Ulmensplintkäfer übertragen, vor allem, wenn die Bäume- wie in Anpflanzungen an Straßen- ungünstige Standortbedingungen haben und eng beisammen stehen. Auch wird die Krankheit durch Grundwasserabsenkung deutlich gefördert. Erkrankte Äste (oder auch die ganzen Pflanzen) sollten sofort vernichtet werden.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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