Rauschbeere - Vaccinium uliginosum

Familie: Ericáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Beerenpflanze Staude Strauch Alpenpflanze

<b>Rauschbeere - <i>Vaccinium uliginosum</i></b>
Rauschbeere - Vaccinium uliginosum
Bildquelle: Wikipedia User Qwert1234; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Vaccinium: lat. bacca = Beere; "Heidelbeere", "Prei­selbeere" etc.
uliginosus: naß, sumpfig

andere Namen: Moorbeere


Rauschbeere - Vaccinium uliginosum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Rauschbeere - Vaccinium uliginosum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Banangraut">Wikipedia User Banangraut</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), auch Trunkelbeere oder Moorbeere ist ein Strauch aus der Gattung der Heidelbeeren.

Der Artname uliginosum bezieht sich auf den Wuchsort und heißt "sumpfliebend".

Die Rauschbeere wächst als kleiner Strauch und trägt weißliche bis rosafarbene kleine Blüten. Sie erscheinen von Mai bis Juni. Die Beeren ähneln denen der Heidel- bzw. Blaubeere, sind jedoch bereift, deutlich größer als diese und pflaumenförmig. Sie reifen im Spätsommer, sind außen blau, haben aber innen helles Fruchtfleisch und hellen Saft im Gegensatz zur Heidelbeere, die blaues Fruchtfleisch hat und auch blauen Saft führt.

Die Laubblätter sind blaugrün und oval.


Standort

Die Rauschbeere wächst in Wald- und Hochmooren, in Laub- und Nadelwäldern, vor allem in Gebirgs-Fichtenwäldern auf lockeren feuchten, torfhaltigen, lehmigen und sandig- steinigen Böden.

Verbreitung/Vorkommen

Im regenreichen Westskandinavien kommt sie verbreitet vor und verdrängt dort teilweise die Blaubeere. In mittel- und südeuropäischen Gebirgen findet man sie zuweilen bis in 3000 m Höhe.

Verwendung in der Küche

Die Beere wird weniger gern gepflückt als die Heidelbeere, ist aber von ähnlichem Geschmack und kann zu den gleichen Zwecken verarbeitet werden wie diese. Das heißt, es lassen sich ebenfalls Marmelade, Mus, Likör oder Obstwein aus ihnen gewinnen.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Rauschbeere wurde in der Volksheilkunde bei Durchfällen und Blasenleiden angewendet.


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Preis:

Rauschbeere - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; torfiger Boden / Torfboden;
Boden PH-Wert: sauer;

Sonstiges

Im östlichen Sibirien dient der Strauch zum Gerben und aus den Beeren wird ein starker Branntwein hergestellt.

Der Name Rauschbeere leitet sich von lat. ruscus "Gestrüpp" her, ähnlich benannt werden auch weitere vergesellschaftete Sträucher. Volksetymologisch wird dieser Name auf den Rauschzustand bezogen, der nach Verzehr der Beeren auftreten soll. Belegt sind angeblich Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Erbrechen - allerdings kaum unter sicheren Versuchsbedingungen. Verantwortlich dafür sind möglicherweise Giftstoffe, die durch den Pilz Sclerotina megalospora gebildet werden, der an den Beeren schmarotzt. Andererseits wird argumentiert, dass die Wirkung nicht der Rauschbeere zuzuschreiben ist, sondern dem Porst (bzw. dessen ätherischen Ölen) mit dem die Pflanze vergesellschaftet ist.

(Im allgemeinen werden vielerlei Gründe diskutiert und viel spekuliert um den Namen zu erklären. Eine besondere Gift-, bzw. Rauschwirkung scheint meiner Meinung nach (ohne Gewähr!) nicht vorhanden zu sein.
Ich wollte es genau wissen und habe eine größere Menge Rauschbeeren (2-3 Tassen) ohne jegliche Folgen zu mir genommen.
Die mir plausibelste Erklärung für den Namen war bisher:
Der rauscherzeugende Fliegenpilz wurde gerne in einer Zubereitungen mit der Rauschbeere konsumiert um den unangenehemen Geschmack des Pilzes zu überdecken. (Arnulf Schultes, s. Impressum))

Tiefwurzler (bis 1m)

Literatur



Bildquellenverzeichnis



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