Felsschutt-Baldrian - Valeriana saliunca

Familie: Baldriangewächse

Kategorie: Alpenpflanze  

Felsschutt-Baldrian Info

Valeriana: lat. valere = gesund sein (Heilwirkung); "Baldrian"

andere Namen: Weidenblättriger Baldrian

Erscheinungsbild und Laubblatt

Der Weidenblättrige Baldrian wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 2 bis 15 Zentimeter erreicht. Die kurze, holzige Grundachse ist vielfach verzweigt und besitzt eine stämmige Pfahlwurzel. Die oberirdischen Teile dieser wohlriechenden Pflanze sind kahl. Es sind mehrere unverzweigte Stängel vorhanden.

Die Laubblätter sind immer in einer grundständigen Rosette angeordnete gestielte Grundblätter und manchmal auch sitzende, gegenständig angeordnete Stängelblätter. Die einfachen und ganzrandigen Blattspreiten der Grundblätter sind spatelförmig, verkehrt-lanzettlich oder linealisch-lanzettlich. Die Stängelblätter fehlen oder stehen mit einfachen, selten dreigeteilten, lanzettlichen oder linealen und ganzrandigen Blattspreiten in einem Paar und selten in zwei Paaren. Nebenblätter fehlen.
Blütenstand, Blüte und Frucht

Die Blütezeit liegt im Juli und August. Die Blüten stehen in mehr oder weniger einfachen, dichten zymösen Blütenständen.

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und enden in fünf Kelchzähnen, die in der Blüte eingerollt sind und sich bei zunehmender Fruchtreife zu einem behaarten, pappusähnlichen Strahlenkranz ausdehnen. Die fünf rosafarbenen Kronblätter sind zu einer trichterförmigen, an der Basis leicht vorspringenden und tief rosafarbenen Kronröhre verwachsen, die in fünf ungleichen Kronlappen endet. Es sind drei Staubblätter vorhanden. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen, von denen nur eine Kammer fertil ist. Ein einzelner Griffel endet in einer dreiteiligen Narbe.

Die bei einem Durchmesser von 5 bis 6 Millimeter dick blasenförmige Frucht ist eine Nussfrucht.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.


Standort

Er besiedelt Felsspalten und steinige Magerrasen in Höhenlagen von 1800 bis 2700 Meter.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Weidenblättrigen Baldrians sind die Alpen mit Schwerpunkt Westalpen und der zentrale Apennin.
Er kommt im österreichischen Nordtirol und im italienischen Südtirol selten vor und gilt in Österreich als potentiell gefährdet. Die Schweizer Bestände werden als gefährdet bewertet. In Frankreich wird der Weidenblättrige Baldrian als geschützte Art geführt.

Felsschutt-Baldrian Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 5cm bis 15cm
Blütezeit von Juli bis August
Lebensraum: Gebirge; Magerrasen; Mauern, Felsen, Felsspalten; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Doldenrispe, Scheindolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter gegenständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 1800m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2700m
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;

Felsschutt-Baldrian Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Tubiflorae - Röhrenblütige
Ordnung:
Dipsacales - Kardenartige
Familie:
Valerianaceae
Gattung:
Valeriana
Art:
saliunca

Felsschutt-Baldrian Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Matrix-Entoxin®Uresin-Entoxin®Fella-Entoxin®Prostata-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz