Acker-Stiefmütterchen - Viola arvensis

Familie: Veilchengewächse - Violaceae

Kategorie: Ackerwildkraut  Frühblüher  Alpenpflanze  

Acker-Stiefmütterchen Info

Viola: lat. Pflanzenname; "Veilchen"
arvensis: zum Acker gehörend

Das Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis) ist eine Pflanzenart in der Gattung Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Durch den zunehmenden Herbizideinsatz in der Landwirtschaft treten zunehmend herbizid-resistente Vertreter auf, die nicht selten eine Wuchshöhe von 1 m erreichen können. Das Acker-Stiefmütterchen ist eine krautige Pflanze, die normalerweise Wuchshöhen von meist nur bis 20 cm erreicht. Diese Art ist im Gegensatz zu den meisten anderen Veilchen einjährig sommergrün. Nur selten tauchen auch zweijährige Populationen auf. Die ganze Pflanze ist nur locker kurz behaart. Es bildet keine unterirdischen Ausläufer aus, es kommen z.T. bis 45 cm tiefe Wurzeln vor. Die Spreiten der größten Laubblätter sind beiderseits fast immer mit 5 Kerben versehen. Die Blätter sind gesägt oder gekerbt und breit eiförmig. Die aufrechten Nebenblätter besitzen einen vergrößerten Endabschnitt, der der Blattspreite ähnelt.


Standort

Das Acker-Stiefmütterchen wächst an trockenen Standorten wie Äcker, Ruderalstellen, Ränder von Feldern. Solche Standorte sind meist nährstoffreich, stickstoffgesättigt und basenreich. Nicht selten ist es jedoch auch auf Sandschuttplätzen zu finden.

Verbreitung/Vorkommen

Es ist in ganz Deutschland recht häufig verbreitet, nur im Alpenraum und in den Mittelgebirgen ist es seltener. Das Acker-Stiefmütterchen wächst auch im übrigen Europa und West-Asien. In Europa gilt es als Archäophyt. Es gilt als Kulturfolger und wurde wahrscheinlich durch den Menschen bereits im Mittelalter eingeschleppt.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Droge kann durch den Anteil an Salicylsäure gegen Kopfschmerzen verwendet werden, Saponine und Schleimsubstanzen können bei Hauterkrankungen helfen. In der Volksmedizin soll es zudem Husten und Halsentzündungen linder

Acker-Stiefmütterchen Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; weiß;
Höhe/Länge von 5cm bis 80cm
Blütezeit von April bis Oktober
Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen; Gebirge; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: gekerbt; gesägt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Nebenblätter (kleine Seitenblätter am Blattgrund); Pflanze geöhrt;
Behaarung: ganze Pflanze nicht oder nur wenig behaart
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Kapsel
Häufigkeit: sehr häufig
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude); einjährig;
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1000m
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; neutral;
Bodenfeuchte: frisch; mäßig trocken;

Acker-Stiefmütterchen Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; neutral;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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