Violettes Galmei-Stiefmütterchen - Viola guestphalica

Familie: Violaceae
Steckbrief | Systematik

<b>Violettes Galmei-Stiefmütterchen - <i>Viola guestphalica</i></b>
Violettes Galmei-Stiefmütterchen - Viola guestphalica
Bildquelle: Wikipedia User Bdk; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Viola: lat. Pflanzenname; "Veilchen"


Violettes Galmei-Stiefmütterchen - Viola guestphalica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Geolina163">Wikipedia User Geolina163</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galmeiveilchen_bleikuhlen.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galmeiveilchen_bleikuhlen.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Galmeiveilchen_bleikuhlen.JPG</a>Violettes Galmei-Stiefmütterchen - Viola guestphalica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Bdk">Wikipedia User Bdk</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Viola_guestphalica_02.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Viola_guestphalica_02.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Viola_guestphalica_02.jpg</a>Violettes Galmei-Stiefmütterchen - Viola guestphalica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Bdk">Wikipedia User Bdk</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Das Violette Galmei-Stiefmütterchen (Viola guestphalica), auch Blaues oder Westfälisches Galmeiveilchen bzw. allgemeiner Zinkveilchen, ist eine äußerst seltene Art aus der Gattung der Veilchen (Viola) in der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Ihren botanischen Namen hat sie vom Standort der Pflanze in Westfalen (=guestphalica). Wie das Gelbe Galmeiveilchen (Viola calaminaria) ist es die Leitart und der Namensgeber einer Form der Galmeiflora (Violetum guestphalicae).

Beim 10 bis 15 Zentimeter hohen Violetten Galmei-Stiefmütterchen sind alle Kronblätter gleichmäßig blauviolett. Zum Blütenzentrum hin ist eine dunkle, strichförmige Aderung erkennbar. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Das Vorkommen wurde erstmals im Jahr 1854 durch den Botaniker Alexander Braun erwähnt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 52.


Standort

Die Art wächst in offenem, extrem stickstoffarmem und von Natur aus mit Schwermetallen kontaminierten Grasland auf Trocken- und Halbtrockenrasen an halbschattigen bis sonnigen Plätzen (Schwermetallrasen).

Verbreitung/Vorkommen

Das Violette Galmei-Stiefmütterchen kommt weltweit ausschließlich an einem Wuchsort im Grenzgebiet der Kreise Paderborn, Höxter und Hochsauerlandkreis vor, es ist somit endemisch für Westfalen. Das Vorkommen befindet sich im FFH-Gebiet "Bleikuhlen und Wäschebachtal" (DE-4419-304), von 71 ha Größe. Ein Hauptschutzziel des Gebietes ist neben dem Erhalt der vorhandenen Schwermetallrasen die Vernetzung und die Wiederherstellung von Schwermetallrasen auf geeigneten Standorten im Schutzgebiet. Das FFH-Gebiet setzt sich aus Teilen von drei Naturschutzgebieten (NSG) zusammen. Dabei handelt es sich um das 2002 von der Bezirksregierung Detmold ausgewiesene Naturschutzgebiet Bleikuhlen und Wäschebachtal auf den Stadtgebieten von Lichtenau (Kreis Paderborn) und Warburg (Kreis Höxter), ferner um die beiden 2008 vom Hochsauerlandkreis ausgewiesenen Naturschutzgebiete Wäschebach / Tieberg und Bleikuhle im Stadtgebiet Marsberg (Hochsauerlandkreis). Die Art wächst dort in offenem, extrem stickstoffarmem und von Natur aus mit Schwermetallen kontaminierten Grasland auf Trocken- und Halbtrockenrasen an halbschattigen bis sonnigen Plätzen (Schwermetallrasen). Weiterhin wächst sie unterhalb der Bleikuhlen in einer mit Schwermetallen belasteten Wiese des Wäschebachtales. Im NSG Wäschebachtal / Tieberg werden die beiden Wiesen mit Vorkommen des Violetten Galmei-Stiefmütterchens jährlich von Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis gemäht, um eine Verbuschung bzw. Wiederbewaldung und damit ein Verschwinden der Art zu verhindern.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - SilberbirkeDr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum LantanaDr. Koll GemmoKomplex Nr. 1

Violettes Galmei-Stiefmütterchen - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Feuchte: frisch; mäßig frisch; mäßig trocken; trocken;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz