Kräutergarten
Ein Kräuterbeet versorgt die Küche das ganze Jahr — frisch, getrocknet oder eingefroren. Ob Beet, Hochbeet oder Balkon: schon ein Quadratmeter reicht für eine reiche Ernte.
Standort & Boden
Die meisten Küchenkräuter stammen aus dem Mittelmeerraum — sie lieben Sonne, Wärme und durchlässige Erde.
Licht
Mindestens 4–6 Stunden Sonne täglich. Mediterrane Kräuter (Thymian, Rosmarin, Salbei) brauchen volle Sonne. Petersilie, Schnittlauch und Zitronenmelisse gedeihen auch im Halbschatten.
Boden
Durchlässig, mäßig nährstoffreich, pH 6–7. Schwere Lehmböden mit Sand und Kompost verbessern. Kein Staunässe — die meisten Kräuter reagieren mit Wurzelfäule.
Gießen
Lieber zu wenig als zu viel. Mediterrane Kräuter sind trockenheitstolerant. Basilikum und Petersilie brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit — immer auf den Boden gießen, nie aufs Laub.
Düngen
Sparsam — zu viel Stickstoff macht Kräuter wuchsfreudig, aber aromatarm. Brennnesseljauche 1:20 alle 3–4 Wochen reicht für Küchenkräuter. Mediterrane Kräuter kaum düngen.
Küchenkräuter
Klassiker für Küche und Garten — von einjährig bis dauerhaft.
Einjährig
Einjährig
Einjährig
Einjährig
Einjährig Heilkräuter & Tee
Diese Kräuter wirken weit über die Küche hinaus — als Tee, Öl, Tinktur oder Salbe.
Einjährig
Einjährig
Kräuterbeet anlegen
Ein Kräuterbeet ist schnell angelegt — der wichtigste Schritt ist die Bodenvorbereitung.
Standort wählen
Sonnig, windgeschützt, nah an der Küchentür. Ein Beet von 1–2 m² reicht für 8–12 verschiedene Kräuter. Kräuter wollen täglich geerntet werden — kurze Wege sind Gold.
Boden vorbereiten (No-Dig)
Rasen oder Unkraut mit Karton abdecken, dann 15–20 cm reifen Kompost aufbringen. Keine Umgraberei — der Boden bleibt lebend. Mediterrane Kräuter mögen es etwas magerer: Kompost mit Sand mischen.
Pflanzen gruppieren
Wuchsstark und invasiv (Minze, Oregano, Liebstöckel) an den Rand oder in Töpfe. Kleine Kräuter (Thymian, Majoran) als Einfassung. Einjährige (Basilikum, Koriander) in die Mitte — sie können jedes Jahr neu bepflanzt werden.
Mulchen
Zwischen den Kräutern eine dünne Schicht Kies oder Rindenmulch auflegen. Das hält Unkraut nieder, reguliert Feuchtigkeit und — bei Kies — reflektiert Wärme für mediterrane Kräuter.
Ernten, Trocknen & Einfrieren
Wann ernten?
Kurz vor der Blüte — dann ist die Konzentration der ätherischen Öle am höchsten. Morgens nach dem Abtrocknen des Taues ernten. Nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal abschneiden.
Lufttrocknen
Sträuße binden, kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen. Nach 1–3 Wochen trocken und dunkel in Schraubgläser füllen. Ideal für Thymian, Oregano, Lavendel, Majoran.
Einfrieren
Basilikum, Petersilie und Schnittlauch halten ihre Aromen besser gefroren als getrocknet. Fein hacken, in Eiswürfelformen mit Wasser einfrieren — fertige Portionen für die Küche.
Öle & Essige
Rosmarin, Thymian oder Salbei in Olivenöl einlegen (4–6 Wochen) oder Kräuteressig ansetzen. Lavendel in Zucker einlegen. Haltbar bis zu einem Jahr.
Tipps von Pflanzen in Deutschland
Minze isolieren
Minze, Zitronenmelisse und Oregano breiten sich über Ausläufer rasant aus. Immer in Töpfen halten oder mit einer im Boden versenkten Rhizomsperre (mind. 30 cm tief) begrenzen.
Gute Nachbarn
Basilikum neben Tomaten hält Blattläuse fern. Bohnenkraut neben Bohnen schützt vor Blattläusen. Dill und Fenchel nicht nebeneinander — sie kreuzen sich und verlieren ihr Aroma.
Staffelaussaat
Koriander, Dill und Basilikum alle 3 Wochen neu aussäen — so gibt es frischen Nachschub von April bis Oktober statt eine einmalige Erntewelle.
Blüten stehen lassen
Wer Kräuter blühen lässt, beschenkt Bienen und Schmetterlinge. Kapuzinerkresse, Borretsch und Lavendel sind Bienenweide und gleichzeitig essbar — doppelter Nutzen.
Krautfinder — Pflanzen bestimmen