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Blutrote Fingerhirse

Digitaria sanguinalis (L.) Scop.

Die Blutrote Fingerhirse ist eine einjährige Pflanze mit niederliegenden, verzweigten, wurzelnden und knickig aufsteigenden Halmen und lockerem Wuchs. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 30, bisweilen bis 80 Zentimetern. Ihre Halmknoten sind bärtig behaart oder kahl. Die Blatthäutchen (Ligulae) sind gestutzt und bis zu 2 Millimeter lang. Die Blattscheiden sind dichter oder spärlich bewimpert. Die oberen Scheiden sind abstehend langhaarig. Die schmal-lanzettlichen, lang zugespitzten Blattspreiten sind am Grund gerundet. Sie werden bis zu 8 Millimeter breit und etwa 3 bis 10 Zentimeter lang. Sie sind flach und an den Rändern rau, bewimpert oder auch kahl. Die Blätter sind wie die übrige Pflanze purpurn überlaufen. Bei der Wimper-Fingerhirse (Digitaria sanguinalis subsp. pectiniformis) tragen die Blattränder weißliche Nerven.

Die Ähren stehen fingerförmig ausgebreitet zu vier bis acht gebüschelt am Halmende (Synfloreszenz). Sie sind 5 bis 15 Zentimeter lang. Die Ährchen sind lanzettlich spitz, 2, 8 bis 3,3 Millimeter lang. Die Deckspelzen der fruchtbaren Einzelblüten sind dunkelbraun. Bei der Wimper-Fingerhirse sind die oberen Hüllspelzen borstig bewimpert. Auf den Deckspelzen der unteren Einzelblüten sind neben kurzen, weichen auch starre, borstige auf Warzen stehende längere Haare vorhanden. Die Deckspelzen der unteren Einzelblüten der Gewöhnlichen Blutroten Fingerhirse sind mehr oder weniger stark weich behaart. Die obere Hüllspelze ist nur einhalb mal so lang wie die Deckspelze. Die Blütezeit des Grases erstreckt sich von August bis Oktober.

Standort

Es bevorzugt Krautfluren in Gärten, wächst auf Äckern und in Weinbergen, auf Bahngeländen zuweilen auch in Pflasterfugen. Es bevorzugt trockene, nährstoffreiche, oft kalkarme und meist sandige Böden.

Verbreitung & Vorkommen

Das Süßgras ist inzwischen weltweit verbreitet. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt im südlichen Europa und Nordafrika und reicht nach Osten bis ins temperate und tropische Asien. Es ist nach Nord- und Südamerika, Südafrika und Australien eingeschleppt.

Aus derselben Gattung (Digitaria)

Alle Pflanzen der Gattung Digitaria

Aus derselben Familie (Süßgräser)

Alle Pflanzen der Familie Süßgräser