Der Nordische Drachenkopf ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 und 30 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist aufrecht oder aufsteigend und beinahe kahl oder kurz behaart. Die Blätter sind unzerteilt, sitzend oder fast sitzend, ganzrandig, linealisch bis lineal-lanzettlich, meist kahl und stumpf. Der Blattrand ist umgerollt. Die unteren Blätter sind kurz gestielt, die oberen sitzend. Die Blütenquirle bestehen aus je 2 bis 6 Blüten. Sie stehen in einer endständigen, dichten Traube übereinander. Die Tragblätter sind oval-lanzettlich und ungeteilt. Der Kelch ist fünfzehnnervig und zweilippig. Die Blüten sind blau bis violett, seltener rosa oder weiß und bis 28 Millimeter groß. Die Krone ist lippig, blaupurpurn und 15 bis 28 Millimeter lang. Die Oberlippe ist zweilappig und helmförmig gewölbt. Die Kronröhre ist am Schlund erweitert und am Grund schmal. Die Staubbeutel sind behaart.
Der Nordische Drachenkopf wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt.
Der Nordische Drachenkopf wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt.
Standort
Die Art kommt im warmgemäßigten bis gemäßigten Europa und Asien in subalpinen und alpinen Grasfluren sowie trocken-warmen Kiefern- und Lärchen-Wäldern vor. Er kommt in den Alpen in Gesellschaften der Verbände Festucion variae oder Erico-Pinion vor, in Osteuropa in Gesellschaften des Verbands Cytiso-Pinion.
Verbreitung & Vorkommen
Die europäische Verbreitung des Nordischen Drachenkopf erstreckt sich in mehr oder weniger großen Arealen von den französischen Pyrenäen im Westen bis nach Russland im Osten und weiters vom südlichen Skandinavien über die baltischen Staaten bis zur Balkanhalbinsel im Süden. Im Einzelnen werden Vorkommen in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Polen, Weißrussland, Ukraine, Russland, Moldawien, Serbien, Rumänien Litauen, Estland, Lettland und Schweden angeführt. Die Bestände gelten als stark gefährdet und werden durch die Aufnahme in Anhang I der Berner Konvention geschützt.
In den Allgäuer Alpen steigt er in Tiroler Teil auf der Greitjochspitze bis zu 2260 m Meereshöhe auf.
Der Nordische Drachenkopf gilt in Deutschland als ausgestorben oder verschollen und wird sowohl nach dem Bundesnaturschutzgesetz als auch nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderen und strengen Schutz gestellt.
In Österreich kommt der Nordische Drachenkopf sehr selten in Kärnten, Tirol und Osttirol vor. Er gilt laut der Roten Liste Österreichs als gefährdet und ist unter vollständigen Naturschutz gestellt.
Die Schweizer Vorkommen des Nordischen Drachenkopfs sind laut der Roten Liste der Schweiz in einigen Regionen gefährdet, insgesamt jedoch gering gefährdet und werden durch Listung in Anhang 2 der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz geschützt.
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