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Graue Heide

Erica cinerea L.

Vegetative Merkmale

Die Graue Heide wächst als locker verzweigter, immergrüner Zwergstrauch und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern. Die Blätter stehen zu dritt quirlständig und aufrecht abstehend am verholzenden Stängel. Die nadelförmigen Blätter sind 4 bis 5 zuweilen bis zu 7 Millimeter lang, kahl und am Rand umgerollt.
Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht vom Frühsommer bis zum frühen Herbst. Der dichte, traubige Blütenstand enthält zahlreiche Blüten. Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind glockenförmig. Die Kelchblätter sind vierteilig und 2 bis 3 Millimeter lang. Die hellpurpurfarbenen, selten weißen Krone sind bei einer Länge von 4 bis 7 Millimetern eiförmig-zylindrisch. Es sind acht Staubblätter vorhanden.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.

Ökologie
Bei der Grauen Heide handelt es sich um einen Chamaephyten.

Standort

Die Graue Heide wächst in Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen auf sauren, humosen, sandig-steinigen Böden. Pflanzensoziologisch ist sie die Kennart der Ordnung Erico-Ulicetalia und hat ein Schwerpunktvorkommen im Verband Genistion.

Verbreitung & Vorkommen

Die Graue Heide hat ihren Verbreitungsschwerpunkt vom westlichen Europa bis nach Nordafrika (Algerien). Sie kommt von Irland, Großbritannien und Norwegen über die Niederlande, Belgien und Deutschland nach Frankreich, Portugal, Spanien und Italien vor. Sie ist ein atlantisch-westeuropäisches Florenelement. Sie kommt in Deutschland natürlicherweise nur im äußersten Westen am linken Niederrhein vor.

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