Die Gefleckte Wolfsmilch ist eine einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 2 bis 5 cm erreicht. Sie wächst niederliegend und ist behaart. Die Laubblätter weisen auf der Oberseite oftmals einen dunklen Fleck auf. Alle Nebenblätter sind voneinander getrennt.
Die Blüten sind grün. Die Drüsen des Hüllbechers sind oval und rötlich gefärbt. Die Kapselfrüchte sind anliegend, glatt und behaart. Die Samen sind runzelig.
Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, sogenannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Saft / Milchsaft |
| Giftstoffe | Triterpene |
Symptome bei Hautkontakt
Augenreizung, Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut
Sofortmaßnahmen
Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken
Standort
Sie bevorzugt trockenwarmen, nährstoffreichen Sandboden.
Verbreitung & Vorkommen
Die Heimat der Gefleckten Wolfsmilch ist Amerika, sie kommt jedoch auch als eingeschleppte Pflanze in Süd- und Mitteleuropa vor. Sie wächst in Trittgesellschaften auf Wegen und in Pflasterfugen.
Inhaltsstoffe
Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.
Aus derselben Gattung (Euphorbia)
Alle Pflanzen der Gattung Euphorbia →
Krautfinder — Pflanzen bestimmen