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Garten-Wolfsmilch

Euphorbia peplus L.
Giftpflanze Alpenpflanze Giftig ⚠️

Vegetative Merkmale

Die Garten-Wolfsmilch ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhe von 5 bis 20 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter sind in einen deutlichen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist rundlich bis verkehrt-eiförmig mit stumpfem oberen Ende und ganzrandig.

Generative Merkmale

Der Hüllbecher ist mit auffallend langhörnigen Drüsen besetzt.
Die Kapselfrüchte besitzen geflügelte Kiele. Die Samen haben mehr oder weniger rundliche Gruben.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Alle Pflanzenteile von Euphorbia-Arten sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilSaft / Milchsaft
GiftstoffeTriterpene

Symptome bei Hautkontakt

Augenreizung, Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut

Sofortmaßnahmen

Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken

Standort

Sie wächst in Gärten, auf Äckern und an Ruderalstellen. Sie gedeiht am besten auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen Lehmböden. Sie wächst in Mitteleuropa als Charakterart des Verbands Fumario-Euphorbion, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Caucalidion, Sisymbrion oder Alliarion vor.

Verbreitung & Vorkommen

Die Garten-Wolfsmilch ist ursprünglich in Europa und Nordafrika beheimatet, kommt aber fast weltweit als Neophyt vor.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

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