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Steppen-Wolfsmilch

Euphorbia seguieriana Neck.
Giftpflanze Giftig ⚠️ 3

Vegetative Merkmale

Die Steppen-Wolfsmilch ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 15 bis 40 Zentimetern erreicht. Die vegetativen Pflanzenteile sind blaugrün gefärbt.

Die Laubblätter sind lederig und wirken sukkulent. Die mittleren Laubblätter sind bei einer Länge von 10 bis 20 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 4 Millimetern lineal-lanzettlich und enden in einer Stachelspitze.
Generative Merkmale

Die Blütenstände bestehen aus mehr als acht Strahlen, die wiederum ein- oder zweimal (selten auch bis zu fünfmal) dichotom gegabelt sind.

Die Kapselfrüchte sind 2 bis 3 Millimeter lang, fein punktiert und kahl.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16 oder 18.

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilSaft / Milchsaft
GiftstoffeTriterpene

Symptome bei Hautkontakt

Augenreizung, Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut

Sofortmaßnahmen

Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken

Standort

Sie wächst auf kontinentalen Trockenrasen. Sie gedeiht in Mitteleuropa am besten auf trockenwarmen, basenreichen, nährstoffarmen Löß- und Lehmböden. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Festucetalia valesiacae.

Verbreitung & Vorkommen

Die Steppen-Wolfsmilch ist in Eurasien verbreitet.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

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