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Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Eschen (Fraxinus) in der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die Gemeine Esche ist ein Laubbaum, der Wuchshöhen von bis zu 40 m und Stammdurchmesser von bis zu 2 m erreichen kann. Ihr Höchstalter liegt bei etwa 300 Jahren. In der Jugend besitzt sie eine glatte, hellgraue Rinde, im Alter entsteht eine graue dicht längsrissige Borke. Die Esche bildet ein intensives Senkerwurzelsystem aus. Die Winterknospen sind matt samtschwarz gefärbt. Die gegenständigen, bis 35 cm langen, unpaarig gefiederten Laubbblätter bestehen aus neun bis 15 fein gesägten Fiederblättchen. Die Esche treibt unter den heimischen Laubbäumen meistens als letzte aus, da sie sehr empfindlich auf Spätfrost reagiert. Sie beginnt im Alter von 20 Jahren zu blühen, Blütezeit ist im April bis Mai vor dem Laubaustrieb.
Es werden sowohl rein männliche und weibliche als auch zwittrige Blüten gebildet. Es gibt einhäusige und zweihäusige Exemplare. Die unauffällig gefärbten Blüten sind kronblattlos und stehen in rispigen Blütenständen seitlich an den vorjährigen Zweigen. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.
Die geflügelten 2 bis 3,5 cm langen Nussfrüchte hängen in dichten Büscheln und reifen von September bis Oktober. Sie werden durch den Wind verbreitet und keimen erst im zweiten Frühjahr.

Die Esche ist ein ringporiger Kernholzbaum. Die Holzfarbe ist weißlich hell. Im Alter bildet sich manchmal ein hellbrauner Kern („Olivesche“). Das harte Holz besitzt eine mittlere Rohdichte von 0,65 g/cm³. Es ist sehr elastisch und zäh, im Außenbereich ist es wenig dauerhaft.

Verwendung in der Heilkunde

Früher wurden die getrockneten Eschenblätter als harntreibender Tee bei Gicht und Rheuma angewendet. Die getrockneten Samen wurden bei Wassersucht (Oedeme) verwendet. Der Eschenblättersaft galt als Gegenmittel bei Schlangenbissen. Noch heute wird in einigen Regionen Eschengeist, in Alkohol eingelegte Eschensamen, hergestellt und bei rheumatischen Beschwerden äußerlich angewendet. In der modernen Pflanzenheilkunde werden standardisierte, alkoholische Tinkturen verwendet.

Homöopathie

Alkoholische und wässrige Lösungen und Pulver aus frischer Rinde.

Die Esche bevorzugt kalkhaltige, nährstoffreiche Böden, vom trockenen bis feuchten Bereich. Sie toleriert kurzzeitige Überflutungen. Die Esche kommt in Auwäldern, Schluchtwäldern, Niederungen und Eichen-Hainbuchenwäldern in höheren Anteilen vor. Durch ihre hohe Stockausschlagsfähigkeit wurde sie in Mittel- und Niederwäldern gefördert. Die Gemeine Esche ist eine raschwüchsige Pionierbaumart, die in der Jugend Halbschatten erträgt, später aber ein ausgesprochenes Lichtbedürfnis besitzt.

Wasserbedarf normal

Verbreitung & Vorkommen

Die Gemeine Esche kommt in ganz Europa, außer in Südspanien und Nordskandinavien, vor. Im Osten reicht ihr Verbreitungsgebiet bis zur Wolga, in den Kaukasus und nach Kleinasien. In den Nordalpen steigt sie bis in Höhenlagen von 1400 Meter, in den Zentralalpen bis auf 1600 Meter.

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