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Rot-Esche

Fraxinus pennsylvanica Marshall

Die Rot-Esche wächst als laubabwerfender Baum, der meist Wuchshöhen von 15 bis 25 m (maximal bis zu 45 m) und Stammdurchmesser von bis zu 60 cm erreicht. Bei jungen Zweigen ist die Rinde braun, grau oder grün, kahl oder flaumig bis wollig behaart, später (im zweiten bis vierten Jahr) ist sie kahl oder flaumig behaart. Die dicke Borke ist gefurcht und blättert ab. Die flaumig behaarten rötlich-braunen Winterknospen sind bei einer Länge von 3 bis 5 mm konisch, eiförmig oder eiförmig-konisch.

Die mehr oder weniger gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind mit Blattstiel und Blattspreite insgesamt 15 bis 30 cm lang. Der kantige Blattstiel und Rhachis sind kahl bis flaumig behaart. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besitzt meist 7 bis 9 (5 bis 11) kurz-gestiele bis sitzende Fiederblätter, die bei einer Länge von 5 bis 15 (bis 18) cm und einer Breite von 1,2 bis 9 cm lanzettlich, länglich, oval oder eiförmig sind mit glatten, gekerbten oder gesägten Rändern. Die Oberseite ist grün bis gelb-grün und kahl, die Unterseite ist grün, kahl bis flaumig behaart. Nebenblätter fehlen. Fraxinus pennsylvanica gehören zu den Baumarten die am zeitigsten (Anfang September in Nordamerika) mit der Herbstfärbung beginnen und ihr Laub färbt sich gold-gelb.

Blütenstände und Blüten

Die Rot-Esche ist zweihäusig (diözisch). Gleichzeitig mit den neuen Laubblättern erscheinen im Frühling die Blüten, die in kompakten, rispigen Blütenständen zusammen stehen. Die eingeschlechtigen Blüten sind sehr klein und besitzen keine Blütenhüllblätter. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie).

Früchte und Samen

In Fruchtständen werden viele geflügelte, einsamige Nussfrüchte (Samara) gebildet, die 2,5 bis 7,5 cm lang sind. Die Nussfrucht ist 1,5 bis 3 cm lang. Die Flügel snd 2 bis 4 cm lang und 3 bis 7 mm breit.

Standort

Die Rot-Esche kommt vor allem in Auwäldern, auf feuchten Schwemmböden und Sümpfen vor. Sie toleriert aber auch relativ trockene und sogar leicht alkalische Böden und wird deswegen für Anpflanzungen in der Prärie und für Bergbaurekultivierungen verwendet. Sie ist eine Charakterart der Ordnung Ulmen-Silberahornwälder (Ulmo-Aceretalia saccharini).

Verbreitung & Vorkommen

Die Rot-Esche besitzt das größte Verbreitungsgebiet der nordamerikanischen Eschen-Arten. Die Nordgrenze verläuft von Neuschottland bis nach Alberta und Montana, die Südgrenze von Nordflorida bis Texas. Sie steigt in den Appalachen bis auf Höhenlagen von 900 m ü. NN. Die Rot-Esche kommt vor allem in Auwäldern, auf feuchten Schwemmböden und Sümpfen vor. Sie toleriert aber auch relativ trockene und sogar leicht alkalische Böden und wird deswegen für Anpflanzungen in der Prärie und für Bergbaurekultivierungen verwendet. Sie ist eine Charakterart der Ordnung Ulmen-Silberahornwälder (Ulmo-Aceretalia saccharini).

In den Gemäßigten Breiten ist die Rot-Esche winterhart und wird gelegentlich als Ziergehölz in Parks und Gärten verwendet. Sie neigt zum Verwildern und in manchen Gebieten wird sie als kritische invasive Pflanze betrachtet. Auch in Deutschland wird sie für einige Bundesländer bereits als eingebürgert angegeben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Rot-Esche aus forstwirtschaftlichen Gründen auch in den Auenwäldern an der Mittleren Elbe angepflanzt.

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