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Rauer Kranzenzian

Gentianella aspera (Hegetschw.) Skalický, Chrtek & Gill
Alpenpflanze 3 BNatSchG: besonders gesch?tzt; EU-VO: Anhang B

Die zweijährige Pflanze hat einfache oder verzweigte Stängel und erreicht Wuchshöhen von fünf bis 30 Zentimeter. Die Grundblätter sind eiförmig, die Stängelblätter lanzettlich.

Die violett oder lila gefärbten Blüten sind fünfzählig und zu einem rispenartigen, manchmal trugdoldigen Blütenstand angeordnet. Auffällig ist der weißbärtige Schlund. Der Kelch ist bis über die Mitte fünfteilig mit spitzen Buchten zwischen den Kelchzipfeln. Diese sind lanzettlich und länger als die schmal geflügelte Kelchröhre. Die Kelchzipfel sind am schwach nach außen gerollten Rand und auf der Mittelrippe von 0,1 mm langen Papillen rau.

Blütezeit ist von Mai bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Standort

Als Standort werden Böden, Schutt- und Magerrasen, Halb- sowie Kalktrockenrasen bevorzugt. Der Raue Kranzenzian kommt in Mitteleuropa in Mesobromion-, Molinion- und Seslerietalia-Gesellschaften vor.

Verbreitung & Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Rauen Enzians umfasst die Ostalpen westwärts bis zum Gotthardmassiv zwischen einer Höhe von 700 bis 2.500 Meter.
In Österreich ist die Art häufig in den nördlichen Kalkalpen und in den Hohen Tauern. Fehlt in Wien und im Burgenland.

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