Der Rote Hornmohn ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind blaugrün bereifte und steifborstig behaart. Der behaarte Stängel ist wenig verzweigt und führt einen gelben Milchsaft. Die Laubblätter sind buchtig fiederspaltig, mit ungleich gezähnten Blattabschnitten.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Blüten stehen einzeln. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 4 bis 6 Zentimetern radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die zwei Kelchblätter fallen beim Aufblühen ab. Die vier freien Kronblätter sind orangerot oder rot mit einem schwarzen Fleck am Grund = Saftmal.
Die bis 20 cm lange Kapselfrucht ist zweifächrig und steif behaart.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.
Ökologie
Beim Roten Hornmohn handelt es sich um einen Therophyten.
Der Rote Hornmohn muss zumindest als mäßig giftig angesehen werden.
Verbreitung & Vorkommen
Das Hauptverbreitung des Roten Hornmohnes liegt im Mittelmeerraum. In Mitteleuropa ist er nur eingeschleppt, und er tritt dort unbeständig vor allem auf Ödland auf, früher war er auch in „Unkrautbeständen“ in Getreideäckern zu finden. Möglicherweise ist er im östlichen Harzvorland eingebürgert, jedenfalls ist er dort immer wieder gefunden worden. Ein früheres Vorkommen im Wallis ist wahrscheinlich erloschen.
Der Rote Hornmohn gedeiht in Mitteleuropa am besten auf nährstoffreichen und wenigstens mäßig stickstoffhaltiger Böden in ausgesprochen sommerwarmen Lagen. Er kommt in Mitteleuropa vor allem im Caucalido-Adonidetum flammeae des Caucalidion-Verbands vor.
Inhaltsstoffe
Alkaloide Chelerythrin, Chelidonin, Sanguinarin, Berberin
Aus derselben Gattung (Glaucium)
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