Vegetative Merkmale
Das Alpen-Sonnenröschen ist ein immergrüner, reich verzweigter, dicht oder lockerrasig wachsender Zwergstrauch, der Wuchshöhen von 3 bis 15 Zentimeter erreicht. Im oberen Teil ist die Pflanze mit einfachen Haaren bedeckt. Die Äste sind aufsteigend und weißfilzig. Nichtblühende Triebe schließen meist mit Blattrosetten ab.
Die gestielten oder ungestielten Laubblätter sind 5 bis 15 Millimeter lang und 2 bis 5 Millimeter breit. Die Blattspreite oval bis schmal-lanzettlich, am Rand flach, auf beiden Seiten grün und striegelhaarig oder kahl und am Grund verschmälert. Wenigstens die unteren Blätter besitzen keine Nebenblätter.
Generative Merkmale
Die Blütezeit ist reicht von Mai bis August. Sechs bis sieben Blüten befinden sich in einem Blütenstand an einer gestreckten Blütenstandsachse. Die Blütenknospen sind eiförmig. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die inneren Kelchblätter sind größer und 5 bis 7 Millimeter lang. Die Kronblätter sind 7 bis 10 Millimeter lang, gelb und am Grund nicht gefleckt. Es sind viele Staubblätter vorhanden.
Die Fruchtstiele sind aufrecht, waagerecht oder zurückgeschlagen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.
Standort
Das Alpen-Sonnenröschen wächst auf frischen, kalkreichen, alpinen Matten, in Felsspalten und auf Flussschotter bis in Höhenlagen von bis zu 2450 Metern.
Verbreitung & Vorkommen
Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbandes Seslerion albicantis. Es kommt im warmgemäßigten bis gemäßigten Europa und Vorderasien vor.
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