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Behaartes Bruchkraut

Herniaria hirsuta L.

Das Behaarte Bruchkraut ist eine einjährige oder wenige Jahre ausdauernde, krautige Pflanze. Die niederliegenden Stängel sind 5 bis 15 Zentimeter lang. Der Stängel, die Blätter und der Kelch sind auffallend borstig behaart.

Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Etwa zehn Blüten stehen in knäueligen Blütenständen zusammen. Die Kelchblätter sind 0,2 bis 2 Millimeter lang und stachelspitzig.

Die Frucht ist höchstens so lang wie die Blütenhülle.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Standort

In Mitteleuropa gedeiht das Behaarte Bruchkraut auf kalkarmen, meist schwach sauren, humusarmen, eher verfestigten, steinig-sandigen Böden. Es braucht im Sommer reichlich Wärme. Es besiedelt lückige Sandrasen, sandige Wege, Böschungen und Dünen, vorwiegend im Ober- und Mittelrheingebiet, im Gebiet der Mainmündung, am Fuß des Schweizer Jura, am Genfer See und am Alpenfuß. An seinen mitteleuropäischen Standorten ist es selten bis unbeständig.

Verbreitung & Vorkommen

Das Behaarte Bruchkraut ist ein submediterranes Florenelement. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Kanarischen Inseln über das Mittelmeergebiet bis Pakistan, außerdem findet man es in Ostafrika und in Südamerika.

In Österreich tritt das Behaart-Bruchkraut zerstreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Oberösterreich sowie unbeständig in der Steiermark, in Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg in der collinen Höhenstufe auf. Die Art gilt in Österreich als gefährdet, im nördlichen Vorland der Alpen als stark gefährdet.

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