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Großer Odermennig

Agrimonia procera Wallr.

Der Große Odermennig ist ein sommergrüner, rosettenloser, ausdauernder Hemikryptophyt, der Wuchshöhen von 50 bis 180 Zentimeter erreicht. Er bildet ein Rhizom aus. Die Unterseite der Blätter ist grün bis graugrün, schwach behaart und nie filzig. Es sind zahlreiche sitzende, aromatisch duftende Drüsen vorhanden. Die Kronblätter sind meist ausgerandet. Es werden glockenförmige Sammerfrüchte gebildet, deren obere Hälfte weit und seicht gefurcht bis hin zu fast ungefurcht sein kann.
Es findet Insektenbestäubung oder Selbstbestäubung statt. Die Samen werden durch Klettausbreitung verbreitet.

Standort

Der Große Odermennig wächst an frischen Wald- und Heckenrändern, an Waldwegen und auf Ruderalstellen wie Straßenrändern, Bahnanlagen und Steinbrüchen. Er meidet Kalk. Im Allgäu und seiner Umgebung steigt er am Gipfel des Hittisbergs in Vorarlberg bis 1320 m hoch.

Verbreitung & Vorkommen

Der Große Odermennig hat ein subaltlantisch-submediterranes Verbreitungsgebiet. Abgesehen von wenigen Ausnahmen in Westasien, ist sein Areal auf ganz Europa beschränkt; es erstreckt sich von Mittel-, West- und Südeuropa nördlich bis Südfinnland und östlich bis zur Ukraine. Es hat dieselbe Nordgrenze wie Agrimonia eupatoria, ist aber im Westen Süden und im Osten weiter verbreitet als dieses. In Deutschland kommt diese Art in Schleswig-Holstein verbreitet, in Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen selten und in den restlichen Bundesländern zerstreut vor.

Aus derselben Gattung (Agrimonia)

Alle Pflanzen der Gattung Agrimonia

Aus derselben Familie (Rosengewächse)

Alle Pflanzen der Familie Rosengewächse