Diese krautige Pflanze duftet aromatisch. Die stark verästelte, oft niederliegende Pflanze erreicht meist nur Wuchshöhen zwischen 5 und 15 cm. Im Unterschied zu den meisten Lippenblütlern sind die gegenständigen, 1 bis 3 cm langen, behaarten Blätter des Gelben Günsels jeweils in drei lange, linealische Zipfel gespalten.
Die zitronengelben, häufig rotbraun gezeichneten Blüten stehen einzeln, manchmal auch zu zweit in den Blattachseln. Sie erscheinen zwischen Mai und September. Die Krone mit sehr kleiner Oberlippe und wesentlich längerer Unterlippe erreicht meist 7 bis 15 mm Länge.
Standort
In Deutschland, wo er als Archäophyt eingewandert ist, wächst er vorwiegend in Äckern oder kurzlebigen Unkrautfluren auf kalkhaltigen, leicht erwärmbaren Böden zwischen Main und Donau sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Verbreitung & Vorkommen
Die Heimat des Gelben Günsels liegt im südlicheren Europa, dem Mittelmeergebiet, Südwestasien und Nordwestafrika. Insgesamt ist der Gelbe Günsel dort stark rückläufig und in der Roten Liste der gefährdeten Arten Deutschlands, insbesondere als Folge intensiven Ackerbaus und erhöhten Stickstoffeintrages, in Klasse 3 ("gefährdet") eingestuft. Im mediterranen Raum ist er hingegen ungefährdet.
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