Die Wald-Witwenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Der aufstrebende Stängel wird 30 bis 100 cm hoch und ist im oberen Bereich flaumig behaart. Dieser Hemikryptophyt hat ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Mit dem Blütentrieb abschließend (zur Blütezeit nur mit einem Blütenstängel und seitlich davon eine kleine Blattrosette vorhanden). Die länglich-elliptischen Laubblätter haben einen entfernt gesägten Blattrand und sind zum Grund hin lang und schmal stielartig verschmälert. Der Kelch besitzt acht Borsten.
Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 40 oder 60.
Standort
Sie liebt feuchten, lockeren, meist steinigen Boden in kühleren, luftfeuchten Lagen.
Nach Ellenberg ist sie eine Halbschattenpflanze, subozeanisch verbreitet und eine Verbandscharakterart der Mittelklee-Krautsäume (Trifolion medii). Nach Oberdorfer kommt sie vor allem in Saumgesellschaften des Arunco-Petasition und des Alliarion vor, aber auch im Alnion, auch im feuchten Quercion roboris und in Hochlagen auch im Caricion ferrugineae oder im Calamagrostion arundinaceae
In den Allgäuer Alpen steigt sie am Kugelhorn in Bayern bis zu 2090 m Meereshöhe auf.
Verbreitung & Vorkommen
Die Wald-Witwenblume ist vor allem in den Alpen und Pyrenäen in einer Höhe von 400 bis 2100 m zu finden, aber auch ziemlich häufig in Staudenfluren, im Saum montaner Auenwälder, an schattigen Wald- und Wegrändern und in hochmontanen Hochstaudenfluren.
Aus derselben Gattung (Knautia)
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