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Gewöhnlicher Goldregen

Laburnum anagyroides Medik.

Der Gemeine Goldregen wächst als Strauch oder kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen bis 7 Meter. Die grünen wechselständigen Blätter sind 3-zählig gefingert, der Blattstiel ist dicht angedrückt und behaart.

Die gelben Blüten sind zweiseitig symmetrisch mit fünf Blütenblättern, sie sind in hängenden Trauben angeordnet.
Die Früchte der Pflanze sind längliche Hülsen, die bohnenförmige Samen von ungefähr 3 mm Größe enthalten.

Der Gemeine Goldregen ist ein winterkahler Strauch oder ein kleiner Baum. Er wird nur 20-30 Jahre alt. Die Äste sind mit einer Korkschicht als Periderm umgeben; es wird keine Borke gebildet. Es liegt VA-Mykorrhiza vor und in Wurzelknöllchen wird Luftstickstoff assimiliert.

Die Blüten sind duftlose „Pollen-Schmetterlingsblumen“ mit Klappmechanismus. Da kein Nektar angeboten wird, sind die Staubblätter zu einer Röhre verwachsen; die Blüten besitzen aber ein anbohrbares Gewebe. In den hängenden Trauben gelangen die Blüten erst durch Drehung (Resupination) in eine waagrechte Lage. Bestäuber sind Bienen und Käfer. Blütezeit ist von April bis Juni.

Die Hülsen springen bei Trockenheit d.h. xerochas auf und verbreiten ihre Samen als Selbststreuer; ihre Streuweite beträgt mehrere Meter und sie sind Wintersteher. Die Rollsamen haben Fettes Öl als Nährstoffvorrat. Die Fruchtreife erstreckt sich von August bis September.

Ökologie

Der Gewöhnliche Goldregen ist ein winterkahler Strauch oder ein kleiner Baum. Er wird nur 20 bis 30 Jahre alt. Die Äste sind mit einer Korkschicht als Periderm umgeben; es wird keine Borke gebildet. Es liegt VA-Mykorrhiza vor und in Wurzelknöllchen wird Luftstickstoff assimiliert.

Die Blüten sind duftlose „Pollen-Schmetterlingsblumen“ mit Klappmechanismus. Da kein Nektar angeboten wird, sind die Staubblätter zu einer Röhre verwachsen; die Blüten besitzen aber ein anbohrbares Gewebe. In den hängenden Trauben gelangen die Blüten erst durch Drehung (Resupination) in eine waagrechte Lage. Bestäuber sind Bienen und Käfer. Blütezeit ist von April bis Juni.

Die Hülsen springen bei Trockenheit, d. h. Xerochas, auf und verbreiten ihre Samen als Selbststreuer; ihre Streuweite beträgt mehrere Meter und sie sind Wintersteher. Die Rollsamen haben Fettes Öl als Nährstoffvorrat. Die Fruchtreife erstreckt sich von August bis September.

Verwendung in der Heilkunde

Da eine Kreuztoleranz des Cytisins zum Nikotin besteht, wurden die Samen früher zur Raucherentwöhnung benutzt.

Für den Menschen gelten 3 bis 4 unreife Hülsenfrüchte, 15 bis 20 Samen oder 10 Blüten als tödlich.

Bei Vergiftungen mit Goldregen tritt zunächst ähnlich wie bei Nikotin eine zentrale Erregung auf. Diese geht später in eine Dämpfung von ZNS und Sympathikus über. Symptome sind Übelkeit, Salivation, Magenschmerzen und Schweißausbrüche. Häufig kommt es sehr schnell nach oraler Aufnahme zu heftigem Erbrechen. Daher sind Vergiftungen mit Todesfolge eher selten. Bleibt das Erbrechen aus, so erfolgt der Tod durch Atemlähmung nach heftigen Krämpfen, die in Lähmungen übergehen.

Cytisin wird von Ziegen und Kühen über die Milch ausgeschieden und kann dadurch zu Vergiftung beim Menschen führen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes Pflanzenteilunreife Frucht, Frucht, Samen
GiftstoffeAlkaloide, Chinolizidin-Alkaloide

Erste Symptome

Erbrechen

Folgesymptome

Schwindel, Atemlähmung, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Pupillenerweiterung, Brennen im Mund /Rachenraum, Schweißausbrüche, Delirium, Lähmungserscheinungen, Krämpfe, erhöhter Speichelfluss, Kreislaufkollaps, Durst, Würgen, Muskelzuckungen

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen auslösen, Gabe von Natriumsulfat (= Glaubersalz = Schwefelsaures Natron): ein Esslöffel auf 250ml Wasser, viel warmen Tee trinken, Himbeersaft trinken

Standort

Auf kalkreichen und steinigen Böden.

Verbreitung & Vorkommen

Die Pflanze kommt im südlichen Mittel- und Osteuropa vor. West- und Südalpen, Jura, Apennin, Balkan. Sie wird oft als Zierstrauch angepflanzt. Sie gedeiht in Südosteuropa in der Gesellschaft des Orno-Ostryetum und kommt in Mitteleuropa vor allem im Quercetum pubescenti-petraeae vor.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile des Goldregens sind sehr giftig, besonders die Samen. Die Samen enthalten bis zu 3 Prozent des stark giftigen Chinolizidinalkaloids Cytisin, in den Blüten sind ungefähr 1 Prozent des Giftstoffes enthalten, die Blätter enthalten etwa 0,5 Prozent Cytisin. Der Gehalt kann jahreszeitlich bedingt schwanken. Neben dem Hauptalkaloid Cytisin wurden auch N-Methylcytisin und Pyrrolizidinalkaloide wie z. B. Laburnin nachgewiesen. Für den Menschen gelten 3 bis 4 unreife Hülsenfrüchte, 15 bis 20 Samen oder 10 Blüten als tödlich.

Aus derselben Gattung (Laburnum)

Alle Pflanzen der Gattung Laburnum

Aus derselben Familie (Schmetterlingsblütler)

Alle Pflanzen der Familie Schmetterlingsblütler