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Blauer Lattich

Lactuca perennis L.

Der Blaue Lattich ist ein sommergrüner, ausdauernder Hemikryptophyt und eine Halbrosettenpflanze. Er wird 30 bis 50 Zentimeter hoch. Die Art bildet eine Pleiokormwurzel aus. Die Blätter sind halbstängelumfassend und weisen einen geöhrten Blattgrund auf. An allen Blättern befinden sich zahlreiche linealische bis lanzettliche Zipfel, welche oft gelappt oder gezähnt sind. Die Blütenköpfe sind in einer sparrig ausgebreitet Schirmrispe angeordnet. Die Hüllblätter sind nicht purpurn punktiert. Der Fruchtschnabel ist genauso lang wie der Rest der Frucht.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, die Samen werden durch den Wind verbreitet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.

Verbreitung & Vorkommen

Die Art wächst auf trockenen Felsfluren, insbesondere auf Felsbändern, sowie auf flachgründigen Trockenrasen, Weinbergsbrachen und trockenen Ruderalstellen wie Wegrändern, Mauern und Hafenanlagen. Er kommt vor in Gesellschaften der Klassen Sedo-Scleranthetea oder Festuco-Brometea, aber auch in denen der Verbände Geranion sanguinei, Dauco-Melilotion oder Convolvulo-Agropyrion. Der Blaue Lattich ist basenhold, d. h., er bevorzugt basische Böden, besonders wenn sie felsig-steinig oder sandig sind.

Sein Verbreitungsgebiet umfasst Süd-, Mittel- und Osteuropa. In Deutschland kommt der Blaue Lattich zerstreut in Mittel- und Nord-Bayern (Donau, Jura und Mainfranken), Süd- und Nordost-Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Thüringen, selten in Süd- und Nordost-Hessen und Mittel-Sachsen (Elbe) sowie Sachsen-Anhalt vor. Die Art ist im Rückgang begriffen.

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