Die mehrjährige, niederliegende bis aufrechte krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 30 cm. Die Stängel sind dicht beblättert. Die wechselständig angeordneten Laubblätter besitzen eine lineal-lanzettliche Form und werden bis zu 25 mm lang. In einer lockeren Rispe stehen zwischen einer und acht, langestielte Blüten. Die Knospen sind nickend, die hellblauen bis weißlichen Blüten besitzen am Grund ein gelbes Saftmal.
Diese Art wird von manchen Botanikern auch als Unterart (L. p. subsp. alpinum) des Ausdauernden Lein (L. perenne) der vorwiegend im Flachland wächst, eingestuft.
Standort
Die kalkliebende Pflanze besiedelt Kalkfelsfluren, Kalkschutthalden und steinige Kalkmagerrasen in sonniger Lage.
Verbreitung & Vorkommen
Der Alpen-Lein ist eine Hochgebirgspflanze, die zwischen 1000 und 2000 m NN (montan bis alpin) vorkommt, ihr Verbreitungsgebiet reicht von den Pyrenäen über Balkan bis in den Norden des Urals. Südliche Kalkalpen, Comer See.
Im mitteleuropäischen Raum ist die Art in den nördlichen und südlichen Kalkketten, in den Westalpen, Jura (Gebirge) verbreitet. In Deutschland, wo sie ausschließlich in Bayern im Raum Berchtesgaden-Königssee vorkommt, ist sie stark gefährdet und steht unter strengem Naturschutz.
Aus derselben Gattung (Linum)
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