Tauernblümchen
Das Kärntner Tauernblümchen ist eine einjährige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von ein bis zwölf Zentimetern. Der meist etwas verzweigte, vierkantige Stängel wächst aufrecht. Die Laubblätter sind eiförmig bis lanzettlich. Die untersten Blätter sind in einen kurzen Blattstiel verschmälert, die anderen Blätter sind sitzend.
Der Kelch ist kürzer als die Krone, letztere ist rund 10 mm lang und hat einen Durchmesser von 12 bis 16 mm. Die Farbe ist blass-graublau bis weiß, an der Außenseite häufig leicht grünlich. Blütezeit ist August bis Oktober. Die Früchte sind vielsamige Kapseln.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.
Ökologie
Der Kreuzenzian-Ameisenbläuling (Phengaris rebeli) legt ausschließlich am Kreuz-Enzian seine Eier ab.
Mit der Brachenleite bei Tauberbischofsheim wurde durch Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 17. Dezember 2014 ein Naturschutzgebiet mit einem Bestand von rund 900 Stöcken des Kreuz-Enzians geschaffen, in dem der noch seltenere Kreuzenzian-Ameisenbläuling ideale und fortan gesicherte Lebensbedingungen vorfindet.
Standort
Es wächst in kurzgrasigen, lückigen Weiderasen, in erdigen Rasenlücken und in Nacktriedrasen. Es kommt besonders über Intermediärgestein vor in der obermontanen bis alpinen Höhenstufe. Es ist lokal häufig, ansonsten aber selten. Es kommt vor allem im Elynetum, aber auch in Gesellschaften des Salicion herbaceae oder arktisch-alpiner Schwemmufergesellschaften (Caricion bicolori-atrofuscae) vor.
Verbreitung & Vorkommen
Das Kärntner Tauernblümchen ist in den Alpen, den Karpaten und Asien beheimatet. Es kommt in den Ostalpen in Kärnten, Steiermark, Salzburg, Tirol, Südtirol, in Deutschland nur im Raum Berchtesgaden vor.
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