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Eichenmistel

Loranthus europaeus

Die Eichenmistel ist ein Halbschmarotzer. Die Eichenmistel schmarotzt vor allem auf Eichen und Edelkastanien.

Im Gegensatz zu den Misteln der Gattung Viscum fruchtet die Eichenmistel (Riemenblume) im Spätsommer, trägt gelbe Beeren und verliert im Herbst ihre Blätter.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.

Die Beeren werden von Vögeln, beispielsweise Misteldrossel, Wacholderdrossel und Seidenschwanz, gefressen und ihre Samen gelangen beim Ausscheiden des Kotes auf die Äste der Wirtspflanze.

Standort

Die Eichenmistel braucht zum Gedeihen Sommerwärme und eher Lufttrockenheit.

Verbreitung & Vorkommen

Die Eichenmistel tritt in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in Kleinasien auf. Im deutschsprachigen Raum findet man sie nur in Österreich und Deutschland.

In Österreich tritt die Riemenmistel im pannonischen Gebiet sehr häufig auf und ist hier in Zunahme begriffen. Sonst findet man sie nur zerstreut bis sehr selten. Die Vorkommen beschränken sich auf die colline bis untermontane Höhenstufe der Bundesländer Wien, Burgenland, Niederösterreich, Steiermark und Oberösterreich. Im nördlichen Voralpengebiet gilt die Eichenmistel als gefährdet.

In Deutschland findet man die Eichenmistel sehr selten in der Sächsischen Schweiz.

Inhaltsstoffe

Die Beeren enthalten im Gegensatz zu denen der Misteln in geringen Mengen Kautschuk als Klebstoff.

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