Die Pflanze bildet zusammen mit anderen Frühblühern wie Wald-Veilchen, Buschwindröschen, Scharbockskraut oder Wald-Sauerklee den Frühlingsaspekt in lichten, bodensauren Wäldern.
Die Haar-Hainsimse ist ein mehrjähriger, überwinternd grüner Hemikryptophyt, der Wuchshöhen zwischen 15 und 40 Zentimetern erreicht. Das Binsengewächs wächst in kleineren Horsten, die ihrerseits lockere Rasen entwickeln können und bildet nur selten kurze Ausläufer. Die dünnen Stängel wachsen aufrecht. Die grundständigen, grasartigen und glänzenden Laubblätter sind 4 bis 12 Millimeter breit und am Rand dicht bewimpert. Die Hochblätter sind sehr kurz und immer deutlich kürzer als der Blütenstand.
Der lockere, aufrechte und vielblütige Blütenstand ist eine Spirre mit aufrechten bis zur Fruchtzeit überhängenden Ästen. Die Blüten stehen einzeln. Die etwa gleichlangen Blütenhüllblätter (Perigon) sind etwa 3 Millimeter lang, lanzettlich spitz, kastanienbraun und am Rand breit hautrandig. Die Griffel tragen drei grünlich weiße Narben. Die zuletzt gelbgrünliche Kapselfrucht ist kegelförmig stumpf. Sie ist länger als die Perigonblätter und oberhalb der Mitte eingeschnürt und verschmälert. Die glänzend braunen Samen sind zwischen 2,5 und 3,5 Millimeter lang und besitzen je ein sichelförmiges Anhängsel (Elaiosom).
Chromosomenzahl: 2n=66
Standort
Die Behaarte Hainsimse ist eine Tiefschatten- bis Schattenpflanze. Ihr ökologischer Schwerpunkt liegt auf frischen, mäßig sauren, stickstoffarmen bis mäßig stickstoffreichen Böden. Sie ist eine kennzeichnende Pflanze von bodensauren Buchenwäldern (Fagetalia sylvaticae), bodensauren Eichenwäldern (Quercetalia robori-petraeae) sowie von Kiefern-, Fichtenwäldern (Vaccinio-Piceetalia).
Verbreitung & Vorkommen
Sie ist in Europa und Asien bis nach West-Sibirien vom Flachland bis in Höhenlagen von 2000 Metern über NN verbreitet.
Aus derselben Gattung (Luzula)
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