Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 30 cm. Obwohl zu den Wolfsmilchgewächsen gehörend, besitzt sie keinen Milchsaft. Sie hat einfache, vierkantige, am oberen Abschnitt beblätterte Stängel (unten nur mit Schuppenblättern). Die Laubblätter sind ungestielt, oder nur sehr kurz gestielt (Abgrenzung zu M. ovata, elliptisch bis länglich-eiförmig und etwa dreimal so lang wie breit.
Die Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), es gibt also weibliche und männliche Pflanzen mit entweder weiblichen oder männlichen Blütenständen. Die Blüten sind klein, grün und reduziert. Die männlichen Blüten haben zahlreiche Staubblätter.
Blütezeit ist von April bis Mai. Die Art ist windblütig.
Sehr stark giftig
Bei der hier beschriebenen Art wird aufgrund der nahen Verwandtschaft zum Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis) von der Möglichkeit der Giftwirkung des Wald-Bingelkrauts ausgegangen, da genaue Daten und Erfahrungen zur hier aufgeführten Art nicht vorliegen.
Giftige Pflanzenteile: Die ganze Pflanze hat zur Fruchtreife den höchsten Wirkstoffgehalt. Das getrocknete Kraut soll ohne Wirkung sein. Die ganze Pflanze gilt insgesamt als nur wenig giftig.
Vergiftungserscheinungen: Die Wirkung als Abführmittel ist den Saponinen zuzuschreiben. Vergiftungen beim Menschen sind kaum zu erwarten.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftstoffe | Saponine, Amine |
Erste Symptome
Durchfall
Folgesymptome
Durchfall
Sofortmaßnahmen
Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen
Standort
Man findet es häufig und gesellig in krautreichen sonnigen Buchen- Eichen- und Kiefernwäldern, oder in Hochstaudenfluren. Es bevorzugt mäßig trockenen, nährstoff- und basenreichen, lockeren Boden an eher schattigen Standorten. Es zeigt Sickerwasser an. In Lehm- und Kalkgebieten tritt es oft in großen Gruppen auf. Nach Ellenberg ist es ein Stickstoffzeiger und eine Ordnungscharakterart der Edellaub-Mischwälder und verwandter Gesellschaften (Fagetalia sylvaticae)
Aus derselben Gattung (Mercurialis)
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