Die halbkugeligen etwa fünf cm hohen Polster sind unempfindlich gegen Winddürre und Windschliff.
Zwischen Juni und September erscheinen die weißlichen Blüten. Die Pflanze kommt fast ganz ohne Kronblätter aus, denn die robusten, gelbgrünen Kelchblätter sind ein guter Schutz gegen das Alpenklima und locken gleichzeitig Fliegen als Bestäuber an.
Die Samen reifen während des Winters noch in Höhenlagen von 3100 m. Sogar die Fruchtkapseln sind in die Polster eingesenkt, wobei es ungeklärt bleibt, wie die Samen aus den löchrigen Vertiefungen verbreitet werden.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 52, seltener 26 oder 48.
Standort
Die Pionierpflanze wächst auf Kalk als auch auf Silikat auf Schutt und Fels. Sie ist Höhenlagen zwischen 1800 m und 3800 m anzutreffen. Sie ist eine Pionierpflanze; sie ist eine Ordnungscharakterart des Caricetalia curvulae und kommt gern in Initialstadien auf Moränenboden mit Luzula spicata vor. Man findet sie aber auch im Elynetum und in Gesellschaften des Androsacion alpinae.
Verbreitung & Vorkommen
Die Zwerg-Miere ist in den Alpen, Pyrenäen, Karpaten und Balkan verbreitet.
Aus derselben Gattung (Minuartia)
Alle Pflanzen der Gattung Minuartia →
Krautfinder — Pflanzen bestimmen