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Stern-Narzisse

Narcissus radiiflorus
Giftpflanze Alpenpflanze Giftig ⚠️

Die Stern-Narzisse ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimeter erreicht. Dieser Geophyt bildet große Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Der Stängel ist aufrecht, hohl, blattlos, zweiseitig und zusammengedrückt. Die grundständigen Laubblätter sind graugrün, linealisch, flach, fleischig und 5 bis 8 Millimeter breit.

Auf dem Stängel steht meist nur eine Blüte waagrecht oder nickend über dem einzelnen dünnhäutigen, bis zu 5 Zentimeter langen Hochblatt. Die duftende Blüte ist dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen und -gefärbten Blütenhüllblätter sind stieltellerförmig verwachsen. Die grünliche Blütenröhre ist bis zu 3 Zentimeter lang. Die sternförmig ausgebreiteten, freie Abschnitte der Blütenhüllblätter sind unten verschmälert, doppelt so lang wie breit und überlappen kaum. Die maximal 5 mm hohe Nebenkrone ist kurz, zylindrisch, gelb und weist einen Durchmesser von 8 bis 12 Millimeter auf, mit einem roten, gewellt Rand. Die sechs Staubblätter entspringen auf gleicher Höhe in der Blütenröhre und überragen sie. Die Blütezeit reicht von April bis Juni.

Es wird eine dreifächerige Kapselfrucht gebildet, die viele Samen enthält.

Wahrscheinlich sind alle Narcissen giftig.
Bei der hier beschriebenen Art wird aufgrund der nahen Verwandtschaft zu Narcissus pseudonarcissus (Osterglocke) von der Möglichkeit der Giftwirkung der Osterglocke ausgegangen, da genaue Daten und Erfahrungen zu Narcissus radiiflorus nicht vorliegen. Die Pflanze ist giftig und enthält vor allem in der Zwiebel giftige Alkaloide. Die Osterglocke verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schockzustände.
Außerdem verursacht sie die häufigste starke hautirritative Kontaktdermatitis bei Gärtnern und Floristen und deren Gehilfen.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilZwiebel
GiftstoffeAlkaloide

Folgesymptome

Übelkeit, Durchfall, Schock, Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis)

Symptome bei Hautkontakt

Augenreizung, Blasenbildung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen auf der Haut, Hautirritationen, Kontaktdermatitis

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen, viel warmen Tee trinken, Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken, Himbeersaft trinken

Verbreitung & Vorkommen

Die Stern-Narzisse kommt in den Alpen, im Schwarzwald, in Italien und auf dem West-Balkan auf frischfeuchten, nährstoffreichen Bergwiesen und in lichten Laubwälder vor. Sie gedeiht montan bis submontan, in Höhenlagen von 300 bis ungefähr 1600 Meter.

Inhaltsstoffe

Die Osterglocke enthält vor allem in der Zwiebel die giftigen Alkaloide Lycorin (früher Narcissin), Hämanthamin (Natalensin), Tazettin, Homolycorin (Narcipoetin), Lycorenin, Narcissidin, Magnarcin, Anhydromethylpseudilycorin, Methylpseudolycorin, Fiancin und Narcissamin.

Aus derselben Gattung (Narcissus)

Alle Pflanzen der Gattung Narcissus

Aus derselben Familie (Amaryllisgewächse)

Alle Pflanzen der Familie Amaryllisgewächse