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Kleinblütige Nachtkerze

Oenothera parviflora L.

Die Kleinblütige Nachtkerze (Oenothera parviflora s.str.) ist eine überwinternd grüne, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,5 bis 1,5 Metern erreicht. Der Stängel ist im unteren Bereich tiefrot überlaufen. Die Blattspreite ist lanzettlich, dunkelgrün mit roten Mittelnerven.

Der Blütenstand ist dicht und abgestutzt. Die Knospen sind zuerst grün, dann braun-rot überlaufen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die Kelchröhre ist 30 bis 40 Millimeter lang. Die bis zu 3 Millimeter langen Kelchzipfel sind deutlich voneinander entfernt. Die vier Kronblätter sind 6 bis 12 Millimeter lang und breit. Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Die Kapselfrucht ist 2 bis 3 Zentimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.

Standort

Die Kleinblütige Nachtkerze gedeiht am besten auf trockenen, mäßig nährstoffreichen Böden, die sandig oder steinig-kiesig und locker sein sollten.

Verbreitung & Vorkommen

Die Kleinblütige Nachtkerze ist ein Neophyt, der seit dem 17. Jahrhundert in Mitteleuropa heimisch ist. In Mitteleuropa kommt die Kleinblütige Nachtkerze selten im Tiefland vor, vor allem an den Küsten (Dünen), auf sandigen Flussufern und auf „Unkrautbeständen“ in Heiden, desgleichen in den Sandgebieten am Nieder-, Mittel- und nördlichen Oberrhein; sehr selten findet man sie am Main, in Franken sowie im Alpenvorland, desgleichen im Ober- und Niederösterreich und in der Steiermark.

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