Der zweijährige Holoparasit erreicht Wuchshöhen von 15 bis 40 Zentimeter.
Der einfache Stängel ist wachsgelb. Die blass- bis hellgelbe, seltener ockergelbe Krone ist an der Oberlippe rötlich und beim Vertrocknen braun werdend. Kronen-Rücken und Kronen-Oberlippe haben keine kammförmige Erhebung. Die Kronen-Oberlippe ist tief zweilappig, Zipfel erst vorgestreckt, zuletzt zurückgeschlagen. Der Mittellappen der Kronen-Unterlippe ist helmförmig (konvex). Die Staubfäden sind vier bis sechs Millimeter über dem Grund der Kronröhre eingefügt; der Griffel ist kahl bis spärlich drüsenhaarig.
Blütezeit ist von Juni bis August.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38.
Standort
Als Standort werden kalkreiche Felsschuttfluren bevorzugt, da diese Art auf Pflanzen der Gattung Pestwurzen (Petasites) parasitiert - besonders auf Petasites paradoxus. Weiters auch auf Vertretern der Gattungen Alpendost (Adenostyles), Huflattich (Tussilago) und Eisenhut (Aconitum). Die Pestwurz-Sommerwurz ist eine Charakterart der Klasse der Steinschutt- und Geröll-Gesellschaften (Thlaspietea rotundifolii), sie kommt aber auch in Gesellschaften des Mesobromion vor.
Verbreitung & Vorkommen
In Österreich montan bis subalpin verbreitet. In den nördlichen Kalkalpen häufig, sonst zerstreut. Fehlt im Burgenland und Wien. In Deutschland nur im Süden (Alpen) verbreitet.
Inhaltsstoffe
das phenolische Glykosid Orobanchin
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