Geschnäbeltes Läusekraut
Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen fünf und 20 Zentimeter und besitzt einen Stängel mit zwei Haarzeilen. Die lanzettlichen Blätter werden drei bis 10 Zentimeter lang und besitzen gesägte Fiedern.
Die Blüten stehen in einer kopfigen Traube, die nicht bzw. kaum länger als breit ist. Die Blüten stehen zu 3 bis 15 und sind deutlich (kurz) gestielt. Die Krone ist meist dunkel purpurrot und wird zwischen 16 und 25 mm lang. Der Oberlippenschnabel wird drei bis fünf Millimeter lang. Der Kelch wird acht bis neuen Millimeter lang und ist meist bewimpert und auf den Längsnerven behaart, sonst kahl. Die an der Spitze zurückgeschlagenen Kelchzipfel sind etwa halb so lang wie die Kelchröhre. Die Deckblätter überragen hierbei nicht den Kelch.
Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen. Läusekrautpflanzen schmecken brennend scharf und riechen unangenehm, daher werden sie vom Weidevieh gemieden. Der Verzehr soll Darmentzündungen und Blutharnen verursachen.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Samen |
| Giftstoffe | Iridoidglykoside |
Folgesymptome
Durchfall, Koliken, Blut im Urin (Hämurie), Blutungsneigung, Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis)
Sofortmaßnahmen
sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen, viel warmen Tee trinken, Himbeersaft trinken
Standort
Die kalkstete Art bevorzugt steinige Rasen in Höhenlagen zwischen 1500 und 2700 m NN.
Verbreitung & Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet umfasst die Ostalpen, Karpaten und den Nordbalkan.
Graubünden, Bergamasker alpen
In Österreich ist diese Art häufig in der alpinen Höhenstufe verbreitet, sie fehlt in Wien und Burgenland.
Inhaltsstoffe
Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind durch Aucubin giftig. Aucubin ist ein häufiger sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Iridoide. Es ist ein Glykosid des Aglykons Aucubigenin mit einer Einheit Glucose. Wie andere Monoterpene wird das Aglykon aus zwei Isopreneinheiten mit je fünf Kohlenstoffatomen in der Pflanze synthetisiert. Im Gegensatz zu dem C10-Grundkörper der Iridoide besitzt das Aucubingrundgerüst nur neun Kohlenstoffatome, da eine Methylgruppe während der Biosynthese zur Carbonsäuregruppe oxidiert und dann als Kohlenstoffdioxid abgespaltet wird.
Aus derselben Gattung (Pedicularis)
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