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Sprossende Felsennelke

Petrorhagia prolifera (L.) P. W. Ball & Heywood

Die einjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 15 bis 50 cm. Der Stängel ist aufrecht und gänzlich kahl. Die Laubblätter sind linealisch geformt und am Grunde verwachsen. Die Blüten sitzen in (ein- bis) wenigblütigen, endständigen Köpfchen, die von einer gemeinsamen Hochblatthülle umgeben sind. Meist handelt es sich um 3 Paar durchscheinend-trockenhäutige, elliptische Hüllschuppen, von denen die 2 äußeren um die Hälfte kürzer und stachelspitzig sind. Die inneren sind sehr stumpf und mehr oder weniger länger als der Kelch. Dieser ist röhrenförmig und etwa 10 bis 13 mm lang. Die Krone ist rosenrot oder rötlich-lila. Die Blüten öffnen sich vormittags, sie sind homogam und bestäuben sich meist selbst. Insektenbesuch ist selten. Samenansatz ist aber reichlich vorhanden. Zuweilen entstehen Blüten mit verkümmerten Staubblättern. Pflanzen, die im Frühjahr keimen, bleiben unverzweigt. Im Herbst keimende Exemplare bilden eine Rosette und können im Frühjahr zu verzweigten Pflanzen auswachsen.

Standort

Die Sprossende Felsennelke wächst in lückigen Sand- und Magerrasen, auf Dünen und Felsköpfen, an Lößböschungen oder Steindämmen. Sie bevorzugt warme, trockene, mehr oder weniger offene, basenreiche, meist kalkarme, neutral-milde humose Sand- Steingrus- oder sandige Lößlehm-Böden. Nach Ellenberg handelt es sich um eine Lichtpflanze und um einen Wärmezeiger. Es ist eine Klassencharakterart lockerer Sand- und Felsrasen (Sedo-Sclerenthetea).

Verbreitung & Vorkommen

Die Sprossende Felsennelke kommt zerstreut und selten im nordöstlichen und mittleren Teil Deutschlands vor. Etwas häufiger ist sie im südlichen Gebiet. Sie fehlt unter anderem im Nordwesten, den Alpen und dem Alpenvorland.

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