Die Kleine Braunelle ist ein immergrüner, meist ausdauernder Hemikryptophyt. Sie bildet wurzelnde oberirdische Ausläufer aus, mit denen sie sich auch vegetativ vermehren kann. Die Stängel werden 5 bis 30 cm groß, sind aufsteigend und spärlich behaart. Die Blätter sind gestielt, ungeteilt, elliptisch oder eiförmig, mit ganzem oder gekerbtem Rand.
Der dicht gedrängte Blütenstand ist 1 bis 4 cm lang und sitzt meist unmittelbar oberhalb des obersten Laubblattpaares. Die Kelch-Oberlippe endet in drei sehr kurzen Zähnen, deren mittlerer viel breiter ist als die seitlichen, die Unterlippe in zwei lanzettlichen, spitzen Zähnen. Die etwa 7 bis 15 mm langen Kronblätter sind blauviolett, nur ganz selten weißlich gefärbt.
Selten kommen Pflanzen nur mit weiblichen Blüten vor, bei denen die Krone deutlich kleiner ist und den Kelch kaum überragt.
Zu der ähnlichen Großblütigen Braunelle sind folgende Merkmale verschieden: Das oberste Laubblattpaar befindet sich direkt am Grund des Blütenstandes. Die etwa 7 bis 15 mm lange Krone ist höchstens 2 mal so lang wie der Kelch.
Verwendung in der Küche
Junge, nichtblühende Pflanzenteile können auch als Salat oder als Gewürz verwendet werden.
Standort
Die Kleine Braunelle blüht von Juni bis Oktober auf Halbtrockenrasen, auf Kriech- und Trittrasen, auf feuchten Wiesen oder Weiden, oder an Rändern von Waldwegen.
Verbreitung & Vorkommen
Die Pflanze ist vom mediterranen bis zum borealen Europa und West-Asien weit verbreitet und wurde in die gemäßigten Klimazonen der Nord- und Südhalbkugel weithin verschleppt. Sie ist in Mitteleuropa eine weit verbreitete, häufige Pflanze und kommt vom Flachland bis in das Hochgebirge bis etwa 2000 m Höhe vor. Bestäubt werden ihre Blüten besonders von Hummeln und anderen Hautflüglern.
Inhaltsstoffe
Die Pflanze enthält Gerbstoffe (Tannin), Flavonoide, Terpene (1,8-Cineol, Campher), Triterpene (Ursolsäure), Saponine und andere wirksame Bestandteile.
Aus derselben Gattung (Prunella)
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