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Weißzüngel

Pseudorchis albida (L.) Å. Löve & D. Löve

Die schlanke, ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 10 bis 40 cm. Die drei bis sieben Laubblätter sind am Stängel verteilt, die unteren sind länglich-eiförmig bis länglich-lanzettlich.

Der Blütenstand ist schmal-walzenförmig, dicht- und reichblütig. Die Blütenhüllblätter sind helmförmig zusammenneigend. Die Lippe ist tief dreilappig, wobei der Mittellappen zungenförmig und die Seitenlappen meist zugespitzt und schmäler als der Mittellappen sind. Der Sporn wird 2 bis 3 mm lang. Blütezeit ist von Juni bis August.

Standort

Als Standort werden bodensaure Magerrasen, Weiderasen und Zwergstrauchgesellschaften von der untermontanen bis alpinen Höhenstufe bevorzugt. Die Weiße Höswurz gedeiht auf mäßig frischen, mehr oder weniger basenreichen, kalkfreien, sauren, modrig-torfig humosen, steinigen oder reinen Lehmböden. Sie ist eine Charakterart des Verbands Nardion und kommt gern zusammen mit Arnica montana vor. Seltener findet sie sich auch in Gesellschaften der Verbände Violion caninae oder Juncion squarrosi. In den Allgäuer Alpen steigt sie bis zu 2200 Metern Meereshöhe auf.

Verbreitung & Vorkommen

das Verbreitungsgebiet reicht von Europa bis ins fernöstliche asiatische Russland und vom östlichen Kanada bis Grönland.



In Österreich ist sie zerstreut bis mäßig häufig, fehlt jedoch in Burgenland und Wien.

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