Vegetative Merkmale
Der Stauden-Rapsdotter ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 30 bis 100 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist unten dicht steifhaarig. Die Stängelblätter sind wechselständig angeordnet. Die unteren Laubblätter sind tief lappig bis fiederspaltig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit des Stauden-Rapsdotters reicht in Mitteleuropa von Mai bis August. Die Blütenstiele sind 1,5 bis 2,5 mal so lang wie der Kelch. Die Blüten weisen 4 Kelchblätter, 4 sattgelbe und untereinander gleich große Kronblätter, 6 Staubblätter und einen oberständigen Fruchtknoten mit einem Griffel auf. Der Griffel ist kurz kegelförmig und kürzer als die Frucht, d. h. die Narbe ist fast sitzend.
Die Früchte bestehen aus zwei Teilen, d. h. sie sind eine sogenannte Gliederschote
Die kahlen Früchte sind sogenannte Gliederschötchen und aus zwei Teilen zusammengesetzt. Das untere Glied ist walzlich, das obere kugelig bis zwiebelförmig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.
Ökologie
Beim Stauden-Rapsdotter handelt es sich um einen Hemikryptophyten.
Die Pflanze ist ein Steppenroller: sie bricht zur Reifezeit an der Basis ab und wird durch den Wind verweht. Auf diese Art können die Diasporen über größere Distanzen ausgebreitet werden.
Verbreitung & Vorkommen
Verbreitung
Der Stauden-Rapsdotter ist in Europa in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa heimisch.
In Österreich tritt der Stauden-Rapsdotter im pannonischen Gebiet, wo er heimisch ist, zerstreut, sonst nur selten und unbeständig auf Löss-Trockenrasen und alten Böschungen in der collinen bis submontanen Höhenstufe auf. Die Vorkommen beschränken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Aus Oberösterreich, der Steiermark, Salzburg, und Nordtirol sind nur unbeständige Vorkommen bekannt.
Aus derselben Gattung (Rapistrum)
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