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Die Grau-Weide wächst als sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von meist 2 bis 4, selten bis 6 Metern erreicht. Er besitzt sparrig abstehende Äste. Freistehende Exemplare zeigen eine charakteristische halbkugelförmige Gestalt, an der die Art schon von weitem zu erkennen ist. Die Rinde junger Zweige ist zimtbraun und kurz samtig behaart. Die graue, glatte Rinde ist von braunen Korkwarzen durchsetzt. Das „nackte Holz“ der zwei- bis vierjährigen Zweige besitzt deutliche, mehrere Zentimeter lange Striemen. Die auffallend großen Knospenschuppen sind nie rot oder rotbraun (zur Unterscheidung mit ähnlichen Arten). Sowohl der deutsche Trivialname als auch der wissenschaftliche Name verweisen auf das auf eine relativ dichte Behaarung (Trichome) zurückzuführende „grau“-grüne Erscheinungsbild, das besonders im Frühjahr nach dem Laubaustrieb ins Auge fällt. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 9 cm elliptisch bis verkehrt-eiförmig mit verschmälerter Spreitenbasis und kurzer, meist gerader Spitze. Der Blattrand ist gesägt. Die Blattoberseite besitzt schwach eingesenkte Blattnerven und die blaugrüne, dicht flaumig behaarte Blattunterseite besitzt deutlich erkennbare Blattnerven. Nebenblätter sind meist vorhanden.

Die Grau-Weide ist eine zweihäusig getrenntgeschlechtige Pflanze (Diözie). Die Blütezeit liegt im März und April, die Blütenstände erscheinen vor dem Blattaustrieb als typische Weidenkätzchen. Die Kätzchen sind bis zu 5 cm lang. Die Tragblätter sind zweifarbig, bärtig und dicht behaart. Die Staubblätter sind an ihrer Basis behaart. Der lang gestielte Fruchtknoten ist behaart. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die graugrüne Kapselfrucht reift bereits Anfang Mai und springt mit zurückgekrümmten Klappen auf. Die Samen werden durch den Wind ausgebreitet (Meteorochorie).

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 76.

Die Grau-Weide wächst meist nur strauchartig. Auf vernässten Böden ist sie eine Pionierpflanze. Die Art erträgt es, lange mit „dem Fuß“ im Wasser zu stehen. Deshalb dringt sie in Verlandungszonen am weitesten in Richtung Wasser vor. Bei mangelnder Pflege von Feuchtgebieten kann sie die artenreiche Vorvegetation überwuchern und ist dann entsprechend unerwünscht. In entwässerten Sumpfwiesen zeigen die verbliebenen Asch-Weiden, dass hier einmal eine größere Artenvielfalt herrschte.

Die Asch-Weide kommt zumeist natürlich vor, Anpflanzungen sind aufgrund der geringen Nutzung im Vergleich zu anderen Weidenarten selten. Aus diesem Grunde wurde sie für wissenschaftliche Untersuchungen zur Geschlechterökologie der Weiden herangezogen. Das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Exemplaren beträgt 2:1.[3]

Standort

In Feuchtgebieten fallen Asch-Weiden-Gebüsche schon von weitem durch die graugrüne Farbe und einen dichten, oft fast halbkugeligen Wuchs auf. Die Asch-Weide wächst bevorzugt auf nassen Wiesen, in Sümpfen, Mooren, an stehenden und langsam fließenden Gewässern und in Gräben, auf Sand- und Tonböden.

Verbreitung & Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Asch-Weide liegt in Europa und Westsibirien.

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