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Berghähnlein

Anemone narcissiflora L.
Giftpflanze Staude Alpenpflanze Giftig ⚠️ 3

Das Narzissen-Windröschen (Anemone narcissiflora) ist aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die mehrjährige krautige Pflanze kommt auf feuchten und schattigen Bergwiesen vor. Als eiszeitliche Reliktpflanze ist sie auf bestimmte Standorte beschränkt, mäßig häufig, und daher geschützt.
Die Pflanze bildet eine 20 bis 50 cm hohe, behaarte mehrjährige krautige Pflanze mit aufrechtem Stängel. Die weißen Blüten erscheinen an einem Stiel zu drei bis acht in einer Dolde. Zuweilen sind die Blütenblätter äußerlich rötlich überlaufen. Unterhalb der Blütendolde befinden sich drei ungestielte, fingerförmig eingeschnittene Hochblätter (wie bei allen Anemone-Arten), sie sind dreifach bis fünffach geteilt und quirlig angeordnet.
Die Früchte (Nüsschen) besitzen einen geschnäbelten Griffel (im Unterschied zu den Küchenschellen).
Blütezeit ist zwischen Mai und Juli.

Wasserbedarf hoch

Protoanemonin wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.
Protoanemonin ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
GiftstoffeProtoanemonin

Erste Symptome

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel

Folgesymptome

Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Lähmungserscheinungen, Krämpfe, Nierenschädigung

Symptome bei Hautkontakt

Hautreizung, Juckreiz, Rötung, Schleimhautreizung

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen, Gabe von Natriumsulfat (= Glaubersalz = Schwefelsaures Natron): ein Esslöffel auf 250ml Wasser, Ruhe, Wärme (Schockvorsorge), viel warmen Tee trinken

Standort

Die Pflanze ist häufig auf den Wiesen der Alpen, auch in Felsspalten und Felsschutt zu finden. In der Regel trifft man sie zwischen 700 bis 2500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel an. Es handelt sich um eine ausgesprochen kalkliebende Pflanze.

Verbreitung & Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst in Europa die Alpen, Jura, Vogesen und die Sudeten.

Inhaltsstoffe

Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Aus derselben Gattung (Anemone)

Alle Pflanzen der Gattung Anemone

Aus derselben Familie (Hahnenfußgewächse)

Alle Pflanzen der Familie Hahnenfußgewächse