Die Heilwurz (Seseli libanotis), ist ein in Mitteleuropa recht selten vorkommender Doldenblütler (Apiaceae).
Diese Art ist eine zwei- bis mehrjährige (bis 8 Jahre) krautige Pflanze (Hemikryptophyt). Sie wird bis zu 1,5 m hoch und stirbt nach der Blüte ab. Sie ist reich verzweigt und wie die Blätter kahl. Der Stängel ist nur unterhalb der Dolden etwas behaart. Die Blätter sind einfach bis doppelt gefiedert, die Fiederabschnitte eiförmig-lanzettlich, am Grunde keilförmig verschmälert und stachelspitzig. Die Dolden besitzen 20 bis 40 Döldchen. Deren Stiele sind wie die Blütenstiele mehr oder weniger dicht abstehend bewimpert. Die Blüten sind weiß. Die Kelchblätter sind bis zu 1 mm lang und am Rand bewimpert. Die Frucht ist bis zu 4 mm lang, etwa doppelt so lang wie breit und dicht mit abstehenden Haaren besetzt.
Standort
Seseli libanotis wächst in thermophilen Staudengesellschaften und bevorzugt sonnige bis schwach beschattete, mäßig trockene, kalkhaltige, basische Böden.
Verbreitung & Vorkommen
Die Heilwurz kommt in Deutschland sehr zerstreut bis selten im mittleren und südlichen Teil des Gebiets vor. Selten ist die Pflanze auch im Ostseegebiet anzutreffen.
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