Kohl Gänsedistel
Die einjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 100 cm. Sie besitzt einen hohlen, fleischigen, meist ästigen Stängel. Die Stängelblätter sind weich und blaugrün, ihre Form ist buchtig-fiederschnittig und am Rand weichborstig gezähnt. An der Basis tragen die Laubblätter waagrechte abstehende, stängelumgreifende, zugespitzte Öhrchen.
Die körbchenförmigen Blütenstände werden 20 bis 25 mm breit. Die kahle Hülle misst 10 bis 15 mm und ist nicht drüsig. Es sind nur Röhrenblüten vorhanden. Die zygomorphen Einzelblüten sind hellgelb. Die Frucht ist querrunzelig und beiderseits dreirippig mit Pappus.
Sie gilt mit ihrer bis in mehr als 1 Meter Tiefe vordringenden Wurzel als Pionierpflanze. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und Schwebfliegen.
Verwendung in der Heilkunde
Die Pflanze wird erwähnt bei Dioskurides, Theophrast und Antiphanes. Die griechische Volksmedizin verwendete den Saft der Pflanze als Antidot bei Skorpionbissen.
Verwendung in der Küche
Sie wird roh als Bestandteil verschiedener Salate gegessen.
Standort
Als Standort bevorzugt die Ruderalpflanze Unkrautfluren an Wegrändern, Schuttplätze, Gärten und Äcker. Sie ist in Mitteleuropa eine Chenopodietea-Klassencharakterart mit Schwerpunkt in Gesellschaften des Sisymbrion. Sie ist bis in Höhenlagen von 1500 m NN anzutreffen. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Vorarlberg auf der Körberalpe am Kalbelesee sogar bis zu 1665 m Meereshöhe auf.
Verbreitung & Vorkommen
Diese Art ist als Kulturbegleiter in der gemäßigten Zone weltweit und fast in ganz Europa verbreitet. Sie kam ursprünglich in den gemäßigten Zonen Eurasiens und in Nordafrika vor. Inzwischen ist sie ein Neophyt in Nord-, Mittel- und Südamerika, im tropischen und südlichen Afrika, im tropischen Asien, auf der Arabischen Halbinsel, in Australien und Neuseeland, auf den Azoren, Kapverden und auf Inseln in der Karibik, im Pazifik und im Indischen Ozean.
Als Standort bevorzugt die Ruderalpflanze Unkrautfluren an Wegrändern, Schuttplätze, Gärten und Äcker. Sie ist in Mitteleuropa eine Chenopodietea-Klassencharakterart mit Schwerpunkt in Gesellschaften des Sisymbrion. Sie ist bis in Höhenlagen von 1500 m NN anzutreffen. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Vorarlberg auf der Körberalpe am Kalbelesee sogar bis zu 1665 m Meereshöhe auf.
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